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Laufberichte

Wer für den diesjährigen Sparkasse Marathon im Dreiländereck Bodensee besseres Wetter vorhersagt, muss kein Prophet sein. Schlimmer als die Sintflut im letzten Jahr kann es ja nicht kommen. Aber bei einer 70 %igen Regenprognose der Wetterdienste darauf wetten, dass der Marathon trocken bleibt, kann nur der, der das Wetter macht: Petrus. Oder neuerdings sein Namensvetter Peter - mit ganzem Namen Dr. Peter Mennel. 

Der Generalsekretär des Österreichischen Olympischen Comités (ÖOC), als damaliger Chef der Bregenzer Sparkasse Retter des ehemals als Dreiländer-Marathon in den Terminlisten geführten Laufes und amtierender OK-Chef,  war sich auch am frühen Morgen bei Nieselregen noch sicher, dass es während des Laufes trocken bleibt. Und so kommt es auch. Wunderbar.

Auch die weitere Bilanz des Sparkasse Marathon liest sich gut: Über 10.000 Teilnehmer (3.000 bei den Kinderläufen, über 7.000 bei den Wettbewerben am Sonntag) aus 70 Nationen, grandioser  Streckenrekord beim Frauen-Marathon, tolle Stimmung mit 40.000 Zuschauer an der Strecke und durchgängig positives Feedback von allen Beteiligten.

Nur wer ganz genau hinschaut, findet vielleicht ein Haar in der Suppe. Die Zahl der „echten“ Marathonis zum Beispiel. Es gibt Schlimmeres als 1179 Marathon-Finisher.  Trotzdem könnte man den üblichen Spruch, „dieser Marathon hat mehr Teilnehmer verdient“, bemühen. Das würde auch zutreffen, aus vielerlei Gründen sogar.

Die Bodensee-Region ist mit seinen Naturschauspielen, architektonischen Kunstwerken, UNESCO-Weltkulturerbestätten, den einmalig vielfältigen Freizeitangeboten und den kulinarischen Verlockungen ein Urlaubsgebiet erster Güte für die ganze Familie.

Da  ist es fast schon selbstverständlich, dass die Laufstrecke mit Attraktionen aufwartet, die es sonst nirgendwo gibt. Gestartet wird in der Altstadt von Lindau (Deutschland), die auf einer Insel liegt (isle of running) und nur über eine Straßen- und Eisenbahnbrücke oder übers Wasser erreichbar ist. Sie ist ein wahres Schmuckstück. Ich möchte nur das Rathaus mit dem 1576 errichteten Treppengiebel und der zu einem Erker führenden überdachten Freitreppe erwähnen. Die Malerei erzählt die Geschichte der Stadt. Und den Mangturm, Teil der alten Stadtmauer. Und den Leuchtturm bei der Hafeneinfahrt mit dem Löwen gegenüber. Und unzählige alte Fachwerkhäuser, enge Gassen, und, und …

Die schönste Art, am Sonntagmorgen zum Start nach Lindau zu kommen, ist per Schiff von Bregenz aus. Natürlich kostet das die Teilnehmer nichts extra. Per Bahn geht’s schneller (9 Minuten), ist auch umsonst und genauso bequem (der Bahnhof liegt direkt am Startplatz),  aber weniger attraktiv.

 
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Schlag 10 Uhr beginnen die „Monroes“ im Hafen mit ihrer Show. Ihre Oldies aus den 50er und 60er Jahren treffen genau den Geschmack von jung und alt, Läufern und Zuschauern. Alleine dafür möchte man schon freiwillig Eintritt bezahlen. Genauso für die Pasta-Party, zu der man am Samstag auf die „Vorarlberg“, die im Hafen in Lindau vor Anker liegt,  eingeladen ist.

Ich fasse zusammen: Start auf einer Insel, Pasta-Party auf dem Schiff, Anreise per Schiff, erstklassiges Open-Air-Konzert - und noch keinen Meter gelaufen.

 
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Die Strecke führt von Lindau aus auf’s Festland und dann größtenteils direkt am See entlang in Richtung Bregenz. Der Blick auf den See und die (bei gutem Wetter) zum Greifen nahen Berge ist ein echtes Highlight. Vom Pfänder hat jeder schon mal gehört, meist in Verbindung mit Staus vor dem gleichnamigen Tunnel, seit 1980 die Verbindung der deutschen A 96 und der österreichischen Arlberg Schnellstraße. Der Pfänder gehört zwar zu den Allgäuer Alpen, liegt aber auf dem Gebiet von Lochau (Österreich) und ist auch nur 1064 m hoch. Also nicht der Rede wert, wäre da nicht die einzigartige Aussicht auf hunderte Alpengipfel. Die knapp 600 Höhenmeter von Bregenz auf den Pfänder kann man leicht mit der Seilbahn überwinden. Als die Bahn 1927 eröffnet wurde, war sie eine der ersten Schwebeseilbahnen in Österreich.

 
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Informationen: Sparkasse 3-Länder-Marathon
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