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Laufberichte

Herz ist Trumpf

 

Schon bei der Premiere 2009 lief ich hier in Altenburg mit. Dass es sieben Jahre bis zu einem erneuten Besuch gedauert hat, ist meine Schuld und hat nichts mit der Qualität des Skatstadtmarathons zu tun.

Diesmal darf Henriette mit. Wir haben uns den Paar-Staffel-Marathon als Bewerb herausgesucht. Man muss  zu zweit  sein,  um bei der  Männer-, Frauen- oder gemischten Kategorie mitzumischen. Jeder läuft eine Runde (21 km). Da mir ein Halber nicht reicht, habe ich folgenden Plan: Die erste Runde laufe ich zusammen mit meiner Holde, die zweite solo und dafür mit Vollgas.

Wer mit seiner Marathonmeldung früh dran ist, der kann nicht nur sparen (25 EUR Startgeld), sondern auch sehr viel einsäckeln: Die übliche Infrastruktur, die bei einem großem Marathon üblich ist, wie sichere Laufstrecke und Verpflegung, Urkunde (zum Mitnehmen), Medaille, vollelektronische Zeitnahme, Massage, Gepäckaufbewahrung und Duschmöglichkeiten sind obligatorisch. Obendrauf gibt es aber dann noch im Ziel ein Getränk nach Wahl und ein warmes Essen und ein hochwertiges Geschenk dazu. Das kann mal ein Buff, eine Tasche oder eine Mütze sein. Funktionsshirts können günstig dazu gebucht werden. Wer übers Wochenende in Altenburg bleiben will, kann die Museumsnacht zum Nulltarif besuchen. Vorzeigen der Medaille genügt.

 

Startnummernausgabe

 

Nur wenige Vereinskollegen können mit dem Namen Altenburg und Skatstadtmarathon etwas anfangen und daher will ich dazu beitragen, dass die Gegend bekannter wird. Altenburg liegt im Umkreis von Leipzig, Gera und Chemnitz und ist über die Autobahn 9 und 4 schnell erreichbar, auch wenn es bei unserer Anreise im Großraum Nürnberg etwas klemmt.

 

 
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Eine Übernachtungsmöglichkeit haben wir uns in der Jugendherberge Windischleuba (ein paar Kilometer von Altenburg entfernt) gebucht. Die Herberge ist ein 500 Jahre altes Wasserschloss in einer ländlichen Idylle, bevorzugt benutzt von Chören und Orchestern. Die zwei Kids von Henny sind begeistert von den dicken Mauern und dem Wassergraben rund ums Schloss.

Zurück in Altenburg holen wir im Goldenen Pflug unsere Unterlagen. Der erste Läufer erhält eine Nummer ohne Chip, ich eine mit. Und mir wird noch mitgeteilt, dass die Übergabe mit Abschlagen unmittelbar vor der Ziellinie erfolgen soll.

Wenn wir ein wenig früher dran gewesen wären, hätten wir einem Vortrag von Heike Drechsler lauschen können. So können wir das Sportidol noch für einen Moment abpassen und erfahren, dass Heike am nächsten Tag auf die 13 Kilometer lange Strecke gehen wird. Im Vorraum der Ausgabestelle werden noch Schilder gemalt. Die älteste Tochter von Henny, Astrid, malt noch ein Schild mit unserer Nummer und einem Spruch. Diese Tafeln werden dann am nächsten Tag am Schlossberg beim Anstieg zum Teehaus aufgestellt.

 

Wettkampftag, vor dem Start

 

Herbergsvater Gerd Herrmann hat sich am Wettkampftag auf Läufer eingestellt und hält das Frühstück deutlich früher vor wie normal. So sind wir eine gute halbe Stunde vor unserem Start am Goldenen Pflug, wo Startnummernausgabe, Kleiderablage und Massagemöglichkeit eingerichtet sind. In nur wenigen Minuten Fußmarsch erreicht man den Markt (Start und Ziel). Auch jetzt, wo eigentlich ein Ansturm auf die Startnummern sein müsste, ist alles geregelt: Viele Helfer stehen bereit für die Ausgabe der Startertüten.

 

 
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Was ist denn für den Läufer alles geboten? Nun, neben der Königsdisziplin wird ein Halber sowie die 13,3 und 5,4 Kilometer als Lauf angeboten. Für den Nachwuchs gibt es einen Schülerlauf über 3,6 Kilometer und die Kinder laufen 400 Meter. Freunde des Walkens dürfen sich zwar mit Zeitmessung, aber ohne Rangierung auf den 21,1 und 13,3 Kilometer austoben.

Am Markt läuft alles geregelt. In einer Parallelstraße haben sich Hunderte von Kindern bereits für ihr Rennen versammelt. Die Marathonis müssen ganz nach vorne, denn wir starten als erste. Ja, die Startzeiten sind clever gewählt, sodass die Zuschauer am Markt immer Unterhaltung haben. Wir sind am längsten unterwegs, also lässt man uns als Erste starten. Jens Körner (mein Mitläufer in Görlitz) steht ebenfalls im Starterfeld und schließlich entdecke ich auch noch M4Y-Kollege Markus Pitz. Dann beginnt der Count-Down!

 

Anlauf in Altenburg

 

Schuss, wir werden losgelassen. Den Markt hinunter laufen wir am Rathaus vorbei, heute der Sitz der Stadtverwaltung. Der Bau aus dem 16. Jahrhundert gilt als eines der bedeutendsten Renaissance-Rathäuser in Deutschland. Markant ist der Treppenturm an der Frontseite und den beiden Eck-Erkern an der Seite. Wir biegen dann sogleich in die Topfgasse ein. Entspannt gehen wir es an. Bei meiner Premiere machten die Halbmarathonläufer es nicht leicht, in den engen Gassen einigermaßen Tritt zu fassen. Heute ist es nach einigen Metern schon stressfrei.

 

 
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Die ersten Höhenmeter warten auf uns hoch zum Roßplan und zum Nikolajkirchhof. Bis zum 16. Jahrhundert stand hier die Nikolaikirche, die nach zwei Großbränden abgebrochen wurde. Der 45 Meter hohe Kirchturm blieb bis heute als Aussichtsturm erhalten. Über die Langengasse am Stadtmauerturm geht es zum Kino Capitol hinunter und schon sind wir im Grünen. Wir können nun wählen: An der Teichpromenade den ruppigen Straßenbelag nehmen, oder den geteerten Fußweg. Der ist aber auch nicht leichter zu belaufen. Und damit haben wir schon den ersten Eindruck der kompletten Strecke. Es wird ein munteres Auf und Ab werden und der Boden ist mehr abwechselnd fordernd als eintönig flach. Aber die Strecke macht Spass und wird nie langweilig. Garantiert!

Wir sind nun am Großen Teich, der im 12. Jahrhundert durch die Anstauung der Blauen Flut entstand. In der Mitte des Gewässers  befindet sich der einzige Inselzoo in Deutschland. Am Ende des Teiches passen drei Mädels auf, dass wir den Umweg zur Hellwiese machen.

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Informationen: Skatstadtmarathon Altenburg
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