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Laufberichte

Las Vegas Marathon: Elvis lebt

07.12.08

Las Vegas, die Stadt die nie schläft. Dass das wirklich so ist,  kann ich am  Marathonmorgen selbst feststellen. In unserem Hotel Luxor  geht es um 5 Uhr Morgens schon so zu wie am Vorabend. Die unzähligen Spielautomaten sind immer noch sehr gut besucht. Nur eines hat sich an diesem Morgen geändert. Zwischen die gut gekleideten Mädchen mischen sich nun zahlreiche LäuferInnen.

 
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Wie bei jedem Marathon ähneln sich dann die Bilder. Die Nervosität liegt in der Luft.  „Starbucks“ ist sehr gut besucht und die Warteschlange für das kleine Frühstück ist lang. Ich wähle eine große Portion Mocca mit Karamelgeschmack, dazu ein leckeres süßes Quarkgebäck. Man gönnt sich ja sonst nichts.

Um 6:30 Uhr gehen wir mit der Masse der Läufer in Richtung Startbereich,  der sehr praktisch gleich neben unserer Luxusherberge liegt.

 
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Der Strip, die Flaniermeile, wird für die Veranstaltung einseitig  eine Stunde für  Autos gesperrt. Wo noch vor Stunden zahlreiche Autos und Stretchlimousinen fuhren,  tummeln sich nun über 10.000 Sportler, die dem Startschuss entgegenfiebern. 

Typisch Las Vegas, der Start wird um 6:07 Uhr  durch ein Feuerwerk ausgelöst. Noch ist es recht kühl. Trotzdem werden jetzt noch schnell die Wegwerfklamotten ausgezogen und auf dem schicken Kunstrasen abgelegt. Die wild durcheinander gewürfelten Marathon- und Halbmarathonläufer setzen sich langsam in Bewegung.

Ich bin ja selbst kein schneller Läufer, aber hier sind die meisten noch langsamer unterwegs. Es überholt mich keiner, das hat es noch nie gegeben. Eindeutig steht der Spaß am Laufen hier im Vordergrund. Also überhole ich nun notgedrungen  trotz meines 6er Schnitts und kann mich noch voll auf die Schönheit dieser Stadt konzentrieren. Die toll beleuchteten Gebäude sind schon eine Augenweide.

Elvis lebt, das kann man hier nicht übersehen. Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten hat ihn  zahlreich geklont. Und auch weibliche Begleitung hat er dabei. In hochhackigen Schuhen wackeln die  Damen neben ihm her und quälen ihre Füße.

 
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Irgendwie hat man den Eindruck, dass der Marathon hier außer den Läufern niemanden interessiert.  Zuschauer? Gleich Null! Wenn nicht die freundlichen Polizisten an den Kreuzungen stehen würden, wäre fast gar nichts am Straßenrand los.

Nach etwa 40 Minuten geht die Sonne auf und die attraktive Laufstrecke am Strip findet ein jähes Ende. Nun geht es in eine Nebenstraße,  die uns bis zum Schluss erhalten bleibt. Zum Glück ist hier, kurz vor der Streckenteilung, eine  Band positioniert. "Rockys Theme" bringt etwas Schwung in die Sache, bevor die Einöde wieder einkehrt.

 
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Für 110 US-Dollar Startgebühr hätte ich schon etwas mehr Party auf der Strecke erwartet. Aber ich will ja nicht meckern. Nichts auszusetzen ist an den Getränkeständen, zu futtern habe ich allerdings nichts entdeckt. Nachdem wir uns für die Halbdistanz entschieden haben, ist jetzt direkt am Strip das Rennen für uns zu Ende. Im Zielkanal steht nun aber wirklich viel Publikum, fast ein Schock nach den sonst so menschenlosen Etappen.

Im Ziel gibt es die verdiente Medaille, Orangen, Bananen, Plätzchen, Eis und verschiedene Getränke. Kurz gesagt, es ist ein gelungener Abschluss.

Zusammenfassung: Las Vegas ist eine außerordentlich tolle Stadt, aber an dem Marathon muss noch mächtig gefeilt werden.

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Informationen: Rock'n Roll Las Vegas Marathon
Veranstalter-WebsiteOnlinewetterGoogle/Routenplaner

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