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Laufberichte

Bilderbuchlauf im Hasetal

 

Kurz vor meiner Abreise nach Löningen fragte mich meine fast achtjährige Tochter wie beiläufig: „Wo liegt eigentlich Löningen?“. Ich wusste leider nicht viel von meinem bevorstehenden Marathon, da Ich mich stets aufs Neue überraschen lasse. Daher machte ich ihr einen Vorschlag und antwortete: “Weißt Du was? Wenn iich wieder zuhause bin, erzähle ich Dir, wie mein Lauf gewesen ist. So, als wärst Du selbst dabei gewesen. Ich weiß nur so viel: Löningen soll märchenhaft schön sein…als würdest Du für eine Weile Urlaub im Hundert-Morgen-Wald machen!“

Liebe Angelina,

gerade mit dem Zug in Cloppenburg angekommen, stelle Ich fest, dass ich noch ein Stündchen auf den Bus warten muss. Ich kann froh sein, dass heute überhaupt noch Busse fahren. Drei Stück, um genau zu sein! Glück gehabt! Da ich also noch Zeit habe, esse ich in einer nahe gelegenen Imbissbude Hamburger mit Pommes. Darauf hättest Du jetzt auch Lust, stimmt‘s? Boah, war das lecker! In nicht einmal fünf Stunden startet der Marathon, aber Dein Papa ist jetzt schon total hibbelig. So, da ist ja endlich der Bus, ich steige ein, los geht’s. Während der kurzen Fahrt nach Lastrup unterhalte ich mich mit dem bärtigen Busfahrer. Auf die Frage, warum am Wochenende nur insgesamt drei Busse fahren, hat er keine plausible Antwort. „Ist halt ein Provinz-Nest hier!“, meint er bloß. Ein Fahrgast neben mir, der seine Mutter in Löningen besuchen will, meint, er würde hier garantiert eine Menge Geld verdienen, wenn er sein eigenes Busunternehmen gründen würde.

Die Fahrt ist recht kurz. Ich steige aus und spaziere nur wenige Minuten bis zum Hotel Landhaus Lastrup. Das Hotel ist ein ehemaliger Gutshof und sieht richtig romantisch aus! Würde Dir bestimmt gefallen! Aber nun muss ich mich sputen, denn in einer knappen Stunde fährt der vorletzte Bus. Ich ziehe also im Hotelzimmer ganz fix meine Laufklamotten an! Dann zeigt mir die nette Hotelbesitzerin Frau Steinhaus noch einen Wand-Tresor, der neben der Hintertür des Hotels hängt. Dort kann ich meinen Schlüssel hinein packen. Erst, wenn ich einen Code an der Tresortür eingebe, erhalte ich meinen Schlüssel wieder. Das ist praktisch, oder? Herrjeh, da kommt ja auch schon der Bus! Ich steige ein – weiter geht’s nach Löningen!

Während der Busfahrt blättere ich durch die Marathon-Broschüre, die mir der Veranstalter vor einer Woche per Post zugeschickt hat. Gleich auf den ersten Seiten grüßen das Organisationsteam, die Sponsoren und der Bürgermeister von Löningen und wünschen allen Läuferinnen und Läufern eine gute Anreise. Zum dreizehnten Mal findet der Marathon statt und lockt die Laufsportfans aus vielen Teilen Deutschlands an. Was Dich aber am meisten interessieren würde: am Abend findet eine große Marathon-Nacht-Party mit toller Musik auf dem Marktplatz statt. In der Heftmitte finde ich praktischerweise einen bunten Stadtplan, auf dem alle wichtigen Punkte eingezeichnet sind.

 
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Kaum hält der Bus in unmittelbarer Nähe zur Innenstadt,  springe ich auch schon fröhlich raus und folge einer Gruppe von Läufern Richtung Stadtzentrum. Das Startbüro wurde der Grundschule eingerichtet. Hier werden die Startunterlagen ausgeteilt. Danach geht es hinüber ins Pfarrheim, wo die Kleiderbeutelausgabe ist. Da es seit der Anreise in unregelmäßigen Abständen geregnet hatte, entscheide Ich, meine dünne Regenjacke um die Hüfte zu binden. Eine ganz blöde Idee von mir, wie sich später herausstellen wird. Abschließend befestige ich meine Starternummer und den Zeitchip. Ich bin bereit!

Vor der Marktkirche treffe ich Gabi Schuhmacher, die ich bereits beim diesjährigen PUM kennen gelernt hatte. Weißt Du noch? Dieser Lauf mit den über dreitausend Treppenstufen. Wo Du meintest, Du hättest mir gerne ein paar Stufen abgenommen...und wo es Bratwurst gab!

In Löningen habe Ich absolut keine Schwierigkeiten, mich zu orientieren, denn alles wurde prima ausgeschildert. Gerade stehe ich auf dem Marktplatz - hier befindet sich das Ziel. Viele Zuschauer – vor allem Familien – jubeln Ihren Kindern beim gerade stattfindenden Schülerlauf zu. Ich beobachte die Kiddies beim Endspurt und trinke ein kühles Bierchen. Die atmosphärische und familiäre Stimmung in der Löninger Innenstadt ist hautnah spürbar! Nur ein paar Gehminuten entfernt befindet sich der Startbereich. Hunderte von Läuferinnen und Läufer warten darauf, an die Reihe zu kommen. Knapp 3000 Teilnehmer wollen heute an den Start! Hier treffe ich auch wieder die Gabi. Sie schwärmt in den höchsten Tönen von dem Lauf, sie strahlt dabei über beide Ohren!  Ja, sie hat mich richtig neugierig gemacht, denn bislang stimmt einfach alles hier im angenehm warmen und wunderschönen Löningen. Egal wohin ich blicke, überall kann ich die Vorfreude der Laufsportfans  in den Gesichtern ablesen. Der Moderator meldet gerade, dass es nicht mehr regnen würde und die pralle Sonne lockt! Soviel zum Thema Regenjacke...

So, nur noch wenige Minuten bis zum Countdown! Puh, ist das wieder aufregend! Kurz vor dem Start heizen uns zwei Mädels noch mit einem kurzen Fitness-Programm ein. Schau Dir mal die Bilder an: eine von den beiden hat sich witzig verkleidet. Eine tolle Show bieten auch die Cheerleader! Auf der rechten Seite spielt und trommelt eine Samba-Gruppe.

 
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Dann ist es endlich soweit! Zusammen mit den Halbmarathon– und Staffel-Läufern gehen die Marathonis um 17 Uhr auf die Strecke. Schnell reiht sich Kilometer an Kilometer, zunehmend merke ich, wie wunderschön und erholsam dieser Landschaftslauf ist. Daher treffe Ich spontan die Entscheidung, vollkommen tiefenentspannt die 42,195 KM zu laufen...ähm, zeigst Du mir da grad den Vogel?

Zunächst geht es durch ein Waldgebiet, das die Werwer Fuhrenkamp genannt wird. Wie Du auf den Bildern sehen kannst, führt der Lauf nur gelegentlich an Fachwerkhäusern oder Gutshöfen vorbei. Bereits von weitem höre ich dann jedes Mal, wie die Anwohner uns freudig zujubeln. Der Streckenservice ist vom allerfeinsten, denn alle paar Kilometer locken Verpflegungsstände, an denen marktschreierisch um Abnehmer für Wasser, Cola und Iso-Getränke gebuhlt wird. Wie im Flug durchlaufen wir die ersten Ortschaften Werwe und Evenkamp, wo uns die festlich gestimmten Dörfler lächelnd zuwinken. Mehr und mehr erinnert mich die bäuerliche Landschaft an Deine Bilderbücher rund um Winnie Puuh und den Hundert-Morgen-Wald.

Bei Kilometer sieben überqueren wir erstmals den Fluss Hase. Würdest Du verdutzt gucken, wenn ich Dir schreibe, dass der Fluss nichts mit dem gleichnamigen Tier zu tun hat, sondern ursprünglich haswa genannt wurde, was im deutschen übersetzt die Farbe Grau bedeutet? Ist ja auch piep-schnurzegal, denn gerade, als Ich über die Brücke laufe, grölt eine tiefe Stimme herauf und ruft: „Warmes Bier und kalte Frauen können jedes Fest versauen!!“. Uff! Was das heißen soll? Erst dachte ich ja, das sei einer Deiner Bilderbuch-Brückentrolle. Jedenfalls schaue ich neugierig über das Brückengeländer, um zu sehen, wer oder was das war. Da entdecke ich auf dem Fluss mehrere knallrote Party-Boote. Auf solchen Booten wird gefeiert, getanzt, gesungen, gelacht...jawoll, auch gegrölt. Ich weiß, wir Erwachsenen haben schon die seltsamsten Hobbies. Besagter Brückentroll wird sein Limit jedenfalls schon lang über Bord geworfen haben...

 
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Wohin ich auch schaue, ich sehe saftige Weiden, es grünen und blühen alle Felder. Hier würde Dir Urlaub auf dem Land richtig gut gefallen! Gerade genieße ich einen Panoramablick auf die Ehrener Felder. In einiger Entfernung sehe ich eine Gruppe von Pferden, die über die Felder galoppieren. Den Tieren sehe ich regelrecht an, dass sie genügend Auslauf haben. Immer wieder bleiben vor allem die Läuferinnen stehen, um die prachtvollen Pferde aus der Nähe zu betrachten. Jetzt fehlen eigentlich nur noch glücklich grasende Kühe, denkst Du Dir? Nun ja, Liebes: Bauernhöfe, die vorwiegend Pferde verschiedener Rassen und Größen halten, nennt man Reiterhöfe. Davon scheint es hier einige zu geben. Andere Tiere wie Kühe oder Schafe werde ich aber während des Marathon ebenfalls zu Gesicht bekommen.

Endlos lang scheint nun die Landstraße, der wir alle Richtung Löningen folgen. Alle paar Meter haben Helfer des Fußballvereins SC Winkum Schilder entlang der Strecke aufgestellt, auf denen motivierende Sprüche wie „Quäl Dich!“ oder „Du kannst ALLES schaffen!“ stehen. Dann erreiche ich die kleine Ortschaft Winkum. Die reinste Party-Meile, angeführt von einem Moderatoren-Duo, das es versteht, das winzige Dörfchen zum Brodeln zu bringen.

 
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Von irgendwoher ertönt Rockmusik, aber ich bin viel zu schnell vorbei an den Marathonfans, die dicht gedrängt vor einer Scheune stehen. Ich habe ja noch eine Runde, dann mache ich ein paar Bilder von der Rock-Gruppe...versprochen. Es dauert nicht lang, da erreiche ich erneut eine kleine Siedlung – und wieder eine riesige Ansammlung fröhlich feiernder Anwohner. Irgendwie scheint es hier viel mehr Menschen als Häuser zu geben. Woher die alle kommen, spielt aber keine Rolle, denn  jeder schaut den Läufern strahlend zu, während die Band „Once More“ Schlagermusik spielt.

Das Ortsausgangsschild bestätigt meine Vermutung: wir verlassen Löningen hinter Haseknie erneut, ohne aber das überhäsige Viertel zu verlassen. Vor mir ein bunter Clown mit der gelben Starternummer 3333. Er läuft den Halbmarathon. Ich glaube, er humpelt leicht. „Hey, ist alles in Ordnung?“, rufe ich ihm zu. Er antwortet lächelnd: „Bin vorhin böse umgeknickt, werd aber zusehen, ins Ziel zu kommen!“. Ich zeige aufs Ortsausgangsschild. „Wir drehen wohl erst einmal noch eine große, letzte Runde?“ Er wohl nicht. „Komm bitte gesund ins Ziel“, rufe Ich Ihm noch winkend zu.

Blauer Himmel, weiße Wolken, Kartoffel– und Getreidefelder, blühende Felder, dazwischen Reiterhöfe: ein traumhafter Landschaftslauf, Du wärst verzückt! Und dann staune ich nicht schlecht und muss glatt dreimal hinsehen: in weiter Ferne - beinahe dort, wo sich der blaue Himmel und die grünen Felder berühren - sehe ich viele, viele bunte Pünktchen, die sich langsam auf die Stadt zu bewegen. Eine nicht enden wollende Traube von Läufern auf dem Weg nach Löningen. Eine tolle Szenerie!

Es dauert nicht lang, da erreiche ich den Rand des vor mir liegenden Waldes und einen erneuten Verpflegungspunkt. Vorher drehe ich mich um und schieße ein Foto von einem Staffelläufer älteren Jahrgangs, dem Bernhard. Ein Atze-Schröder-Verschnitt, der auf einem Sofa sitzt und zusieht, ruft lauthals: „Beweisfotos, was? Damit Du am Ende sagen kannst, wen Du alles hinter Dich gelassen hast? Hahaha!“. Trotz der unfreiwilligen Komik steckt das Lachen an, und Bernhard und ich grinsen mit.

 
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Erneut geht es über die Brücke des Flusses Hase und weiter den Hasedeich entlang. Viele Schafherden grasen hier, das hätte Dir gefallen. Kurz vor Ende der ersten Runde über die Marathondistanz sehe ich bereits von weitem ein bunt flatterndes Fänchentor an der Schelmkapper Brücke. Jubelnde Zuschauer, eine weitere Marathon-Party ist in vollem Gange! Hier in Löningen ist echt was los, das sag Ich Dir! Ich überquere eine hölzerne Brücke und laufe dann noch ein kurzes Stückchen den Deich entlang, bevor es an der Hasenstraße wieder Richtung Innenstadt geht. Ja, Töchterchen, lach nicht so, ich weiß was Du denkst: Hase hier, Hase da, Hase dort! 
So, nun habe ich Dir von der ersten Runde erzählt. Meistens ist es auf der zweiten etwas ruhiger. Das liegt daran, dass nur noch die Marathonläufer auf der Strecke sind. Ich höre Dich ja jetzt schon stöhnen: Wie, Du musst nochmal rum?? Keine Sorge, ich genieße den Lauf in vollen Zügen!

Wohin ich auch schaue, meist bin Ich allein unterwegs. Da es mir aber richtig gut geht, lege Ich noch einen Hasenzahn zu und erfreue mich erneut an der bäuerlichen Kulturlandschaft. In den Siedlungen ist vereinzelt noch ganz schön was los – vor allen die jungen Helferinnen und Helfer sind höchst motiviert. An einem Verpflegungsstand bei Ehren wollen mir gerade mehrere Mädels – alle ungefähr in Deinem Alter – zu beiden Seiten des Weges Wasser in die Hand drücken! Ich schnappe mir also den Becher zur linken, ernte dafür aber einen enttäuschten Blick von der rechten Seite. Nach vielen getrunkenen Bechern Wasser und Iso haben wir uns alle lachend und rülpsend verabschiedet.

 
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Auf dem Binsenweisheiten-Highway – genau, dieser endlosen Landstraße mit den unzähligen Schildern - habe ich sogar noch ein weiteres, bekanntes Gesicht getroffen. Erinnerst Du Dich, als Ich Dir vor ein paar Monaten von dem Treppenstufen-Ultramarathon erzählte? Dem PUM? Jedenfalls habe ich gerade Günter Liegmann überholt, den Veranstalter höchst selbst. Er trägt ein neongelbes T-Shirt. Schau doch mal in die Bildergalerie, vielleicht entdeckst Du Ihn ja? Helden wie Günter sterben bekanntlich nicht im Bett. Guck nicht entsetzt, ist bloß so eine Redensart! Aber das ist eine ganz andere Geschichte, gerne erzähle Ich Dir ein andermal davon.

Übrigens laufe ich gerade erneut an der Scheune vorbei. Nun weiß ich auch, wer da für Begeisterung sorgt: es ist die Rockband „El Camino“. Als Ich dann gegen Ende der zweiten Runde ein letztes Mal durch das Fänchentor laufe, klatsche ich reihenweise bei Jung und Alt ab. Ein sommerlicher Hingucker die vielen, bunt geschmückten Fahrräder am Löninger Haseufer.  Eines davon gefällt mir besonders gut...hast Du es auf den Bildern entdeckt? Später erfahre ich, dass die Idee zu dieser Aktion mit den zahlreichen, blumengeschmückten Rädern vom Verkehrsverein stammt. 

Und dann ist es auch schon so weit: unter dem unaufhörlichen Jubel der Zuschauer erreiche ich in der frühen Abenddämmerung das Ziel und lasse mir die verdiente Medaille umhängen. Von dort aus laufe ich schnurstracks zur Kleiderbeutelausgabe, schnappe mir meine Wechselklamotten und spaziere direkt weiter zum Wellenfreibad. Dort kann Ich mich duschen und umziehen. Du wärst danach bestimmt baden gegangen, ich kenn Dich doch! Schnell wird es immer dunkler. Entspannt genießt Dein Papa bei Backfisch in Brötchen und  kühlem Hefeweizen noch die Marathon-Nacht-Party, bevor er sich ein Taxi bestellt, das Ihn zurück zum Hotel fährt.

Die Übernachtung im Landhaus war erholsam und so bin ich gleich am nächsten Morgen zackig aus dem Bett gesprungen. Ich bin wohl der einzige Hotelgast, der draußen im Biergarten neben einer hundert Jahre alten Esche herrlich entspannt frühstückt. Wieder oben im Hotelzimmer fällt mir dann ein, dass am Sonntag ja gar keine Busse nach Cloppenburg fahren. Ohje! Also habe ich in meinem Rucksack alles hinein gequetscht, um diese Strecke zu laufen, denn ich will nicht noch einmal eine teure Taxifahrt blechen müssen.

Als Ich bei der Hotelrezeption meinen Schlüssel abgebe und beinahe schon lostigern will, entdecke ich eher zufällig einen lachenden Mann, der mit seiner Frau gerade frühstückt. Prompt spricht er mich an und sagt: „Hey, Dich kenne ich, Du bist doch der Typ mit dem Fotoapparat!“ Willst Du wissen, wen Ich da getroffen habe? Das glaubst Du mir ja doch nicht: den lustigen Clown, dem Ich beim Lauf begegnet bin. Diese schicksalhafte Begegnung beweist doch, wie klein die Läuferwelt ist!

Wir unterhalten uns lange und ausgiebig.  Ich erfahre, dass er Ingo Przylenk heißt. Im Clown-Kostüm sei er schon beinahe jeden Remmers-Hasetal Marathon in der Halbmarathondistanz gelaufen und hätte für noch viel mehr strahlende Kinderaugen gesorgt. Das  sei übrigens auch die größte Motivation für Ihn: als Clown möchte er den Zuschauern eine Menge Freude und Spaß bereiten. Während des Laufs verteilt er auch gerne mal kleine Herzchen an die Kinder, die sich darüber immer sehr freuen.

Vielleicht erinnerst Du Dich, dass er mit seinem Fuß böse umgeknickt ist? Nach dem gestrigen Lauf musste er mit seiner Frau umgehend ins nahe gelegene Krankenhaus fahren, wo sein rechtes Bein bis zum Knie hochgegipst wurde! Vorläufige Diagnose: Syndesmosebandriss. Das ist normalerweise so eine typische Fußballer-Verletzung, weißt Du. Dabei werden Schien- und Wadenbein auseinander gedrückt und die Bänder halten der heftigen Belastung nicht stand. Klingt nicht nur fies, ist es leider auch. Das kann durch fiese Fouls oder eben durch eine unglückliche Bewegung wie im Falle von Ingo passieren. Als er erfährt, das Ich zum Cloppenburger Bahnhof laufen will,  meint er glatt: „Vergiss es, wir fahren da eh durch, wir nehmen Dich mit. Ich bestehe darauf!“.

Nun sind wir am Ende der Geschichte vom 13. Remmers-Hasetal Marathon 2015 angelangt. Ich hoffe, sie gefällt Dir. Übrigens: kaum zuhause angekommen, habe ich eine Nachricht von Ingo erhalten. Was er mir geschrieben hat? „Lieber Mario, es gibt einfach Menschen, die einen von der ersten Sekunde an total sympathisch sind. Freue mich auf Deinen Bericht und von Dir zu hören!“ Das sind nette Worte, stimmt's?
P.S.: Die Syndesmose hat sich bei Ingo glücklicherweise nicht bestätigt. Er hofft, in einigen Wochen wieder laufen zu können. Mein lieber Clown: Ich wünsche Dir baldige Besserung!

 

Marathonsieger

 

Männer

1 Elias Sansar  LG Lage Detmold Bad Salzuffeln 02:33:21
2 Manuel Meyer powered by cheese 02:47:27
3 Marco Diehl DVAG-Marathon-Team 02:47:44

Frauen

1 Indiya Sani  02:39:31
2 Christin Kulgemeyer  OTB Osnabrück 03:10:32
3 Anke Bösmann  03:55:25

134 Finisher

 

Informationen: Remmers Hasetal-Marathon
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