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Laufberichte

Fotoshooting in der Heimatstadt

 

Vor zwei Wochen habe ich meinen Gutschein für die Pasta-Party per Post bekommen. Ein Privileg, das Vielstarter genießen. 5x muss man dafür am Linz-Marathon teilgenommen haben, dann wird auch die Startgebühr um 10% günstiger. Die Startnummern und eine Marathonmesse gibt es in der Tips-Arena. Kommende Woche wird ein gewisser Robbie Williams an zwei Abenden diese Halle bis auf den letzten Platz füllen.

Der Samstag gehört den Kinderläufen, die wieder im Stadion stattfinden, das bei einstelligen Temperaturen und böigem Wind. Heftige Regenfälle am Vorabend haben für saubere Luft und Abkühlung gesorgt.

Unsere Freunde aus Franken sind gekommen, schon wieder! Wir machen unsere Pasta Party am Samstag wie immer im „il teatro“. Es hat sich einfach bewährt. Dieses Restaurant liegt an der Marathonstrecke bei km16 und km37. 

 
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Sonntag früh hat es 1,8°C und einen wolkenlosen Himmel, kaum Wind. Wenige Minuten nach 8h brausen die ersten Handbiker an unserem Fenster vorbei. Als um halb 9 der ¼-Marathon gestartet wird, stehen wir auf der Autobahnbrücke und sehen zu. Wir meinen schon Gleichgewichtsstörungen zu haben, es sind jedoch die 5.700 Starter und Starterinnen, die diese Brücke in Schwingung versetzen. Wenn man selber läuft, bemerkt man das gar nicht. Heißluftballone steigen auf, bleiben aber an der langen Leine.

Ich radle weiter in „mein“ Fitness-Studio. Da ist schon viel los, eine Vorab-Labestation ist eingerichtet worden. Am Weg von dort zum Start treffe ich weitere Freunde und Bekannte, Hubschrauber sind in der Luft. Wie alljährlich in Linz läuft mir der barfüssige Pumuckl über den Weg. Karl macht heute mit seiner Familie die Staffel, vor einer Woche ist er in Rotterdam gelaufen. Marianne und Tochter Martina sind auch wieder am Start.

Es hat noch keine 10°C, aber strahlenden Sonnenschein. Nun stehen noch mehr Leute als vorhin am Start: 4.200 Halbmarathonis, 1.100 Marathonis und 740 Startläufer der Vierer-Staffeln. Sehr viele der Staffeln werden von Schülern gebildet. Die Bundeshymne ertönt, heute werden in Linz die österreichischen Staatsmeistertitel im Marathon vergeben.

 
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Auch die bestehende Bestzeit vom Linz-Marathon, aktuell 2:07:33, soll unterboten werden. Der ukrainische Bestzeithalter ist heute als Staffelläufer dabei und wird damit die Mixed-Staffel gewinnen. Alle möglichen Anstrengungen wurden für einen neuen Streckenrekord unternommen. Viktor Röthlin hat das Starterfeld der Spitzenläufer zusammengestellt. Ich muss gestehen, für mich spielt es keine Rolle, ob der Sieger da vorne 2:06:00 läuft oder ein halbe Stunde länger braucht. Es ändert für mich gar nichts.

Um 09h30 geht es los. Zu den Klängen von „An Tagen wie diesen …“ laufen wir über die Donau, eine weite Rechtskurve und gut 2km weiter auf der Autobahn.

Von der Autobahn runter ist tolle Stimmung. Hier wohnen viele Leute, entsprechend ist der Andrang an der Strecke. Einige bekannte Gesichter kann ich erkennen, darunter das meiner Frau.

 
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Ab km4 bis nach km5 geht es leicht bergauf, hier erreichen wir den höchsten Punkt der Strecke. Schon ab der ersten Labe gibt es zum Wasser auch Powerade, verdünnt im Becher oder gleich eine ganze Flasche, dann pur.

Nun die Leonfeldner Straße stadteinwärts. Das Läuferfeld ist dicht, Gedränge gibt es aber keines, die zwei Fahrspuren sind breit genug. Ein Staffelläufer ist ganz begeistert von meinen Foto-Shootings und will abgelichtet werden. Dem Manne kann geholfen werden. Ich komme ganz gut voran, die erste Blasmusikkapelle an der Strecke macht schon Pause. Hannes schließt auf, er wird heute seine Halbmarathonbestzeit pulverisieren und trägt erstmalig sein schickes Outfit vom Fränkische-Schweiz-Marathon.

Es geht wieder über die Donau, diesmal auf der Nibelungenbrücke. Das bedeutet einen kleinen Anstieg. Wir werden mit rhythmischer Musik beschallt. Von 1945 – 1955 war hier Grenze zwischen russischer Zone im nördlichen Stadtteil und US-amerikanischer Zone im Süden der Stadt. Gestern wurde zu diesem Thema im Museum „Nordico“ eine Ausstellung mit dem Thema „Geteilte Stadt“ eröffnet. Daran denken jetzt aber wohl die wenigsten, die da das Ziel vor Augen links abbiegen.

Der Zuschauerandrang hier ist gewaltig. Wenig verwunderlich: Viele Viertelmarathonis sind hier vorhin ins Ziel gelaufen, die schnellsten Halbmarathonis werden bald im Ziel sein. Gleich in der Nähe kommen die Läufer bei km18 und km39 vorbei, viel zentraler kann man sich als enthusiastischer Fan kaum positionieren.

 
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Wir laufen am Parkbad vorbei, hier kann man sich nach dem Lauf duschen. Der erste Staffelwechsel steht bevor. Evi winkt mir zu, Fredi spricht mich an. Wir laufen ein kurzes Stück gemeinsam. Wenig später wartet Sieglinde auf ihre Familie. Alle paar Minuten treffe ich auf Freunde, selber laufend oder an der Strecke stehend. Das gibt es nur beim Heimrennen.

Vor dem Khevenhüller-Gymnasium wird wie wild getrommelt, es läuft prima. Bei km12 steht da Günthers 4-Mäderl-Haus, alle Jahre wieder. Er selber ist ein paar Minuten vor mir. Es geht weiter die Franckstraße rauf, bis wir rechts abbiegen in die Füchselstraße. Der Anteil der sehr jungen Läufer ist wirklich erstaunlich.

Unter der Eisenbahn durch sind wir bald bei km14. Kurz danach auf der Wiener Straße eine große Labestelle. Die Marathonis laufen die nächsten sieben km zwei Mal. Nun haben wir die Sonne im Rücken, es geht wieder Richtung Innenstadt. Vorbei an der „Grünen Mitte“, das sind neue Wohnanlagen am ehemaligen Frachtenbahnhof. Noch sind viele Wohnungen nicht bezugsfertig, Zuseher und Anfeuerungsrufe gibt es nur vereinzelt.

Km16, vorbei am großen Barbara-Friedhof und an anderer Stelle wieder unter der Eisenbahn durch. Das Wetter könnte besser nicht sein: sonnig aber nicht warm, ab und zu ein kühles Lüftlein aus einer Querstraße, es ist trocken und die Strecke ziemlich flach. Nichts, was unangenehm auffallen würde.

Dinghoferstraße, Live-Musik in der Elisabethstraße, leichtes Gefälle. Nun trifft Jürgen auf mich, heute ausnahmsweise auf der halben Distanz unterwegs. Mehrere  gemeinsame Bekannte hat er heute schon getroffen. In Linz muss man sein! Meine Beinmuskulatur zeigt bereits Ermüdungserscheinungen, das kann noch mühsam werden heute.

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Informationen: Linz Donau Marathon
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