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Laufberichte

Schnell mal durch Frankfurt

 

Frankfurt als einer der drei teilnehmerstärksten deutschen Marathons ist natürlich ein Muss für jeden Läufer. Entweder als Herbstlauf mit Bestzeitmöglichkeit oder als „Dreingabe“ zum Saisonschluss. Wir waren in den letzten 18 Jahren schon viermal dabei und haben uns nach vier Jahren Pause erneut angemeldet. Verkehrsgünstig in der Mitte Deutschlands gelegen, kann die Mainmetropole schnell erreicht werden.

Wir kommen am Samstagmittag an. Leider zu spät für den 5-Kilometer Brezellauf, das traditionsreiche Marathon-Warmup mit Backwerk und Apfelsaft. Statt
dessen geht es gleich in die Messehalle zur Abholung der Startnummern. Diese werden an Ort und Stelle frisch ausgedruckt, weshalb auch Nachmelder ihren Namen stolz auf der Brust tragen können. Die gut bestückte Startertüte gibt es auf der anderen Seite der Halle.

Auf der großen Marathonmesse kann, wer will, stundenlang shoppen oder Infos einholen. Ein Hingucker ist die Wand mit den Namen der Teilnehmer. Wer sucht, der findet (vielleicht) den seinigen. Beim Sponsor Asics hat man die Möglichkeit, sich in sportlicher Pose in ein Foto der Frankfurter Skyline hineinkopieren zu lassen. Ein schönes Andenken, das viele gern mit nach Hause nehmen. Am Stand des Veranstalters kann man sich sogar mit Arne Gabius fotografieren lassen, der morgen den deutschen Marathon-Rekord brechen will. Lisa Hahner, die ebenfalls Großes vorhat, gibt  nebenan Autogramme. Im Vorfeld hat sie verkündet, nach langer Verletzungspause werde sie in Frankfurt „sehr schnell laufen“.

Dann geht’s zur Festhalle, in der die Fattoria La Vialla-Pasta Party inklusive drei Getränken stattfindet. Jan Frodeno, Triathlon-Olympiasieger 2008 und frisch gebackener Gewinner des Ironman auf Hawaii, wird gerade interviewt. Es wird also allerhand Sportprominenz aufgeboten.

Weiter per pedes zum Sightseeing in die City. In der Bahnhofsunterführung geht’s ordentlich zur Sache. Eine Gruppe junger Leute wirft sich Schimpfwörter an den Kopf, wir hasten vorbei, und unversehens blicke ich in die grimmigen Gesichter einiger Halbstarker. Da stören wir wohl bei einem Drogengeschäft. Schnell nach oben in die Kaiserstraße und weiter Richtung Zeil. Unzählige Shoppingwillige sind unterwegs. Weiter geht es zum Dom St. Bartholomäus, einst Schauplatz deutscher Kaiserkrönungen, und dann natürlich zum Römer, seit dem 15. Jahrhundert Rathaus der Stadt Frankfurt. Viele Touristengruppen sind unterwegs. Über den Eisernen Steg, eine Fußgängerbrücke aus dem Jahre 1868, queren wir den Main in Richtung Sachsenhausen, wo wir unseren Spaziergang bei – vorsichtshalber gestrecktem - Äppelwoi ausklingen lassen.

Das Star Hotel in der Nähe des Westbahnhofs bietet einen wunderbaren Blick auf die nächtliche Hochhausskyline. Zum Start kann man in wenigen Minuten zu Fuß gehen. Wie wir beim Frühstück feststellen, haben noch viele weitere Sportler hier Quartier bezogen. Wobei es in Frankfurt viele günstige Hotels gibt. Also durchaus ein Grund, mal für ein Wochenende vorbeizukommen und beispielsweise das Angebot der zahlreichen Museen zu nutzen.

Eine Stunde vor dem Start treffen wir am Sonntag in der Messehalle ein. Die Kleiderabgabe im ersten Stock (Rolltreppe – also vor allem für später wichtig) ist großzügig bemessen. Bei 15.000 bis 20.000 Menschen herrscht hier erstaunlich wenig Gedränge. Mein Tipp für „Ersttäter“: Hinter der Kleiderabgabe befinden sich große WC-Anlagen, außerdem im Keller der Festhalle. Damit kann man die langen Schlangen vor den Dixi-Toiletten am Start umgehen.

Die Startblöcke liegen am Ludwig-Erhard-Platz. Wir sind in der zweiten Welle recht weit hinten, treffen dafür aber einen „alten Bekannten“ wieder. Martin, als Wikinger verkleidet, fungiert nach München vor zwei Wochen auch hier wieder als einer der beiden Pacemaker für 3:59.

Andreas trägt sein Frankfurt-Marathon-Clubhemd, das ihn als Läufer mit mehr als zehn Teilnahmen ausweist. Er war schon 20 Mal dabei. Für die Clubmitglieder gibt es im Ziel sogar spezielle Medaillen.

Kurz nach 10:00 Uhr bewegen wir uns langsam nach vorne. Der überdimensionale Hammermann, quasi das Wahrzeichen des Frankfurt Marathons, schwingt vor uns sein Arbeitsgerät. Kurz vor dem Startbogen der Moderatorentisch des Hessischen Fernsehens,  Dieter Baumann und Ralf Scholt sind bei der Arbeit. Die Übertragung des HR ist absolut empfehlenswert und auch nachträglich noch in der Mediathek anzusehen. Zeigen andere Berichte, etwa aus New York oder London, nur die Spitzengruppe, so sendet der HR außerdem eine Reportage direkt aus dem Läuferfeld und ist nach noch nicht einmal 4 Stunden im Ziel. Ich hingegen werde für meinen Bericht Fotos machen und eventuell etwas länger brauchen.

 
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Und jetzt geht’s los

 

An der Friedrich-Ebert-Anlage geht es Richtung Innenstadt. Vor mir die Ballons der Vier-Stunden-Läufer und irgendwo hoffentlich auch Judith. Das Foto von Dieter Baumann hat mich Zeit gekostet. Kurz vor dem Hauptbahnhof biegen wir nach links auf die Mainzer Landstraße ab. Die ersten Hochhäuser empfangen uns. Viermal werden wir hier vorbeikommen. Taunus-Anlage, Deutsche Bundesbank. Ein Foto über dem Eingang weist auf den Mauerfall 1989 hin. Am 3. Oktober wurde in Frankfurt die Wiedervereinigung vor 25 Jahren gefeiert, da Hessen dieses Jahr den Vorsitz im Bundesrat hat. Aber aufgemerkt: Die Hauptstadt von Hessen ist nicht Frankfurt, sondern Wiesbaden! Nun passieren wir das ehemalige EZB-Hochhaus. Das große Euro-Zeichen ist noch da, die Occupy-Bewegung, die vor vier Jahren hier ein Protestcamp unterhielt, hingegen nicht mehr.

Am runden Main Tower vorbei, einem Gebäude mit einer Aussichtsterrasse auf 198 Metern und Mietern wie der Helaba und dem HR-Radio. Bankenklamm nennt man die Straße hier. Das Sparkassengebäude vor uns macht eher einen traurigen Eindruck.

Eine Vier-Kilometer-Runde um das Westend Richtung Bockenheim steht an. Noch einmal an der Messe vorbei und an einem Dinosaurier. Der steht vor dem Naturkundlichen Museum. Hinter den munter aufspielenden „Sambananas“ ein versunkener U-Bahnwagen. Hier stand auch mal ein Hochhaus der Universität, das aber zur Freude der Studenten und Anwohner abgerissen wurde.

Eine junge Dame fragt mich, ob wir nicht zu schnell unterwegs sind. Kommt mir auch so vor, aber ich verweise auf die Erfahrung der Pacemaker und erwähne lachend die 200 Höhenmeter, die bis Höchst mainabwärts noch auf uns warten. Das war aber nur ein Scherz: In Wirklichkeit gibt der Veranstalter den Höhenunterschied auf der gesamten Strecke mit 27,8 Metern an. Der Parcours ist also sehr flach.

Über die Bockenheimer Landstraße erreichen wir die Alte Oper, einen Hotspot des Marathons. Der Veranstaltungsplan weist hier nicht weniger als 23 Stände aus, damit es den Zuschauern nicht langweilig wird. Es wird eng, aber das Zeitpolster der ersten Kilometer erlaubt es uns, locker dahin zu traben.

Hinter der nächsten Kurve geht es wieder schneller voran. Das silberne Hochhaus vor uns war einst Sitz der Dresdner Bank, übrigens ein ehemaliger Titelsponsor des Marathons. Ich konnte mal in der Mitarbeiterkantine knapp über den Dächern der älteren Häuser speisen. Wirklich schön. Mit dem Niedergang des Geldinstituts wurde auch die Bankensoftware der Firma, für die  ich arbeite, nicht mehr benötigt. Jetzt prangt das Logo der Deutschen Bahn auf dem Gebäude.

 
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Am Kaiserplatz warten die Sambistas Bloco X auf uns, trommelnde Stimmungsmacher aus vielen verschiedenen Ländern.

Vor uns die Katharinenkirche, links das Café Hauptwache, rechts imposante Shopping-Tempel. Dann das Spendentor der Caritas. Wer hier durchläuft, spendet drei Euro für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Ein Grüppchen neben mir diskutiert, wer jetzt durch ist und wer nicht und warum...

Das Palais Thurn und Taxis muss im Bild festgehalten werden. Auf einmal sehe ich meine Kamera samt Mütze durch die Luft fliegen und … fange sie und mich im Stolpern wieder auf. Bin ich ein Glückskind. Da habe ich wie einige andere eine kleine Unebenheit am Boden übersehen.

Vor uns der Eschenheimer Turm, Tor der spätmittelalterlichen Stadtbefestigung. Die Lage der letzten Stadtbefestigung lässt sich gut an dem Grüngürtel um die Innenstadt erkennen. Leicht links kommen wir an der Verpflegungstelle km 40 vorbei. Wir sehen die Frankfurter Börse und im Hintergrund deren Wahrzeichen Bulle und Bär.

Wieder kommen wir an der Alten Oper vorbei. Ein wunderschön renoviertes Gebäude, fertiggestellt im Jahr 1880. Nach der Zerstörung im Krieg vom Totalabriss bedroht, wurde es aufgrund von Bürgerprotesten wieder aufgebaut und findet seither als Konzert- und Kongresshaus Verwendung. Die neue Oper befindet sich im ehemaligen Schauspielhaus hinter dem Euro-Zeichen an der Taunus-Anlage.

 
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Ein Schleifchen nach Norden steht an: Linker Hand kann man das riesige Gebäude der J.-W.-Goethe-Universität erahnen. Das ehemalige I.G.-Farben-Haus aus dem Jahr 1931 wurde bis 2001 von den amerikanischen Streitkräften genutzt. Dort kann man auch noch mit Paternoster-Aufzügen fahren und testen, was passiert, wenn man im letzten Stockwerk nicht aussteigt.

Nach km 12 kommen wir an der Konstablerwache vorbei. Wochentags gibt es hier einen schönen Markt, wo man auch gut essen kann. Danach die erste Staffelwechselstelle. Die drei Übergabepunkte sind sehr gut organisiert und liegen neben der Laufstrecke. So können wir Marathonis ungestört weiterlaufen, wenigstens so lange, bis die frischen „Staffettis“ manchmal etwas rücksichtslos an uns vorbei rasen.

 
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Von der alten Brücke gibt es schöne Blicke auf die Hochhaussilhouette der Stadt. Links im Osten der neue Wolkenkratzer der EZB. Streckenchef Dieter Bremer musste dieses Jahr zum ersten Mal in seiner 13-jährigen Karriere keine Änderung vornehmen. Immer wieder optimierte er den Parcours. Für 2016 plant er nun eine Anbindung des Ostens, um damit auch die leichte Steigung zur Universität entfallen zu lassen. Eine gute Nachricht für Bestzeitenjäger - und mehrfache  Teilnehmer sicher eine willkommene Abwechslung.

Wir sind auf dem Sachsenhäuser Ufer und können unter den Alleebäumen schöne Ausblicke auf den Main und die Altstadt auf dem Römerberg erhaschen. Es geht am Eisernen Steg entlang, für dessen Benutzung in den Anfangszeiten vor rund 150 Jahren 1 Kreuzer Brückenzoll erhoben wurde. Oben findet sich ein Zitat aus Homers „Odyssee“:  „ΠΛΕΩΝ ΕΠΙ ΟΙΝΟΠΑ ΠΟΝΤΟΝ ΕΠ ΑΛΛΟΘΡΟΟΥΣ ΑΝΘΡΩΠΟΥΣ“ bedeutet übersetzt „Segelnd auf weindunklem Meer hin zu Menschen anderer Sprache“.

 
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Sachsenhausen wäre ein Viertel, in dem ich auch gerne leben würde. Leider sehen wir davon jetzt nicht sehr viel und sind ruckzuck auf der Kennedy-Allee mehr oder weniger Richtung Osten unterwegs. In Frankfurt kann man sich an den Flugzeugen recht gut orientieren. Irgendwelches Moos an Baumstämmen zu suchen ist da nicht notwendig. Die Faustregel lautet: Jets im Landeanflug bewegen sich nach Osten.

Über uns steuert ein ICE den Hauptbahnhof an. Bei meiner nächsten Fahrt werde ich wieder hinuntersehen und an den schönen Frankfurt Marathon denken.

Nach einem kurzen Abstecher ins Grüne kommen wir bei Kilometer 17 an der Galopprennbahn vorbei. Es riecht nach Pferden und Heu. Einem Läufer aus Spanien erzähle ich von den Marathons, die wir in Kürze in seiner Heimat absolvieren wollen. Mehr dazu in einigen Wochen auf dieser Seite. Er wird als nächstes in Sevilla laufen. Da müssen Judith und ich auch noch hin, finden aber seit Jahren keine günstigen Flüge. Ein erfolgreiche Ende meines Projekts „Lottogewinn“, welches uns mehr finanziellen Spielraum böte, steht leider noch aus.

Das Schöne am Frankfurt Marathon sind die unterschiedlichen Viertel, die man so durchläuft. In der Bruchfeldstraße in Niederrad erwarten uns wieder viele Zuschauer. Ob die Dame mit ihrer Semmeltüte jedoch so schnell auf die andere Straßenseite kommen wird?

 
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Die Halbmarathon-Marke erreichen wir in Goldstein, wo ein Anwohnerfest im Gange ist. Ein Zuschauer hat seine Laufschuhe an den Nagel gehängt. Dann nach Schwanheim. Die evangelische Martinuskirche bläst uns den Marsch und gibt auf einem Transparent den Tipp „Hoffen und Beten“. Na dann! Die katholische St. Mauritius-Kirche steht still und schweigend. Dafür sind die Anwohner voll bei der Sache: Hier herrscht eine super Stimmung.

Unter der Schwanheimer Brücke hindurch. Von oben gibt’s Musik. Eine lange Schleife führt aufwärts. Die Musikhaus-Taunus-Combo heizt uns ein. Wir kommen nach Nied. Ich sehe einen Mitstreiter im „Finisher“-Hemd vom Jungfrau-Marathon und rufe laut „Jungfrau“. Eine Läuferin dreht sich fragend um. „Ist nicht persönlich gemeint“, beschwichtige ich. Immerhin: Sie war vor sieben Wochen in der Schweiz auch dabei.

Hier erreicht uns die Info von Arne Gabius` Gewinn der Meisterschaft mit neuem deutschem Rekord und von Lisa Hahners DM-Sieg in neuer persönlicher Bestzeit. Viel Spaß bei Olympia in Rio de Janeiro! Wegen läppischer neun Sekunden über der Norm wird man Lisa doch nicht daheim lassen? Obwohl, beim DLV ist alles möglich ….

Über die Nidda geht es nach Höchst. Hier hat der Vorläufer des Frankfurt Marathons seinen Ursprung. Viele Zuschauer, das Blasorchester macht leider Pause. Ruckzuck ist die Schleife vorbei. Die Kellerei Höchst macht Reklame und ich erkenne, dass wir hier in einem Weinanbaugebiet sind.

Von der Nidda-Brücke ein schöner Blick auf den Staffelwechsel 3. An der S-Bahnstation riesiges Fanaufkommen, ein Rückwärtsläufer wird überholt.

„Du bist Super!! – Ja, genau du“ - Ich könnte die Trägerin des Schilds dafür abknutschen. Meistens wird ja nur der Papi angefeuert oder irgendwelche Hasen und Schnecken. Endlich darf auch ich mich angesprochen fühlen.

Bei Kilometer 30 schwenken wir auf die Mainzer Landstraße ein. Der Straßenbahnfreund in mir freut sich über die vielen Bahnen. Jetzt müsste nur noch der Frankfurter Ebbelwoi-Express vorbeikommen, soweit ich weiß die älteste Partytram Deutschlands.

Auf den nächsten vier Kilometern sollen elf Stimmungskapellen auf uns warten, manche sind gerade beim Pausieren. Eine Bläsergruppe beendet dann eine kleine Negativ-Serie.  Hier ist Zeit, die hervorragende Verpflegung zu loben. Es gibt Rosbacher Mineralwasser und isotonische Getränke, warmen Tee, ab km 15 Bio-Bananen in Stückchen. Bei km 20, 25, 30 und 35 stehen außerdem gut trinkbare taxofit Sport Power Liquid-Gels bereit sowie Wasser für Schwämme. Ab  km 30 wird zusätzlich Cola angeboten. Dazwischen etliche Getränkestellen und alle 2,5 km einige Toilettenhäuschen. Das Ganze geht bei fast 20.000 Läufern fast immer ohne Gedränge und Geschiebe vonstatten.

Wie im Flug sind die gefürchteten angeblich „langweiligen“ Kilometer vorbei. Schon ab km 33 wird es wieder interessanter. Allerdings müssen Judith und ich feststellen, dass wir heute die Lücke zu den 4-Stunden-Ballons erst nach dem Ziel schließen werden.

Auf einmal vor uns eine grüne E04-Lok samt Mitropa-Speisewagen. Links liegt die Hauptverwaltung der Deutschen Bahn. Wir sind im Europaviertel. Vor einigen Jahren befand sich hier noch ein riesiger Güterbahnhof. Wer wie Judith und ich nur alle 3-5 Jahre in Frankfurt läuft, ist erstaunt darüber, was in der Zwischenzeit alles gebaut wurde. Auf der vielspurigen Europaallee geht es dahin. Links Hotels und Büros, rechts große Wohnblöcke. Vorn jetzt das riesige Einkaufszentrum Skyline Plaza. Im Eingangsbereich ein „Chipotle“-Schnellrestaurant mit mexikanischen Gerichten. Voll angesagt. Alle Infos nur auf Englisch.

 
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Jetzt noch eine Linkskurve und das Ziel Festhalle liegt direkt vor uns. Das Dumme nur: Wir müssen noch 6,5 km durchhalten. Wieder über die Mainzer Landstraße auf die bekannte City-Runde. Keine Anzeichen von Schwäche bei Verpflegungspersonal, Sambistas und Zuschauern. Vier Stunden harte Arbeit und noch kein Ende. Vielen Dank! Der Duracell-Hase in der Fressgass hält natürlich auch noch durch. In den Lokalen am Rande wird im Freien getafelt. Auf der Videoleinwand vor der Oper sieht man gerade ein Interview mit dem 79-jährigen Horst Jendrasch, einem Frankfurt-Marathon-Läufer der ersten Stunde, der keine Veranstaltung ausgelassen hat und heute zum 34. Mal dabei ist. Vor uns noch mal die Zwillingstürme der Deutschen Bank.

Vorbildlich: Ab der Oper (km 40,2) geht es leicht bergab. Getragen vom Jubel der unzähligen Fans jagen wir dahin. Staffeln warten auf ihre Schlussläufer, um zusammen ins Ziel zu kommen. Moderator Artur Schmidt macht am Messeturm Stimmung und erkennt uns an unseren M4Y-Hemden. Das grandiose Finale steht kurz bevor. Wohl dem, der nicht auf die Sekunden achten muss und sein Plätzchen zwischen den Staffelgruppen findet. In einem Meer aus Jubel und Licht laufen wir über den roten Teppich auf das Zieltor zu. Genießen, genießen, genießen. So muss es sein!

Dann in Windeseile zurück auf den Boden der Tatsachen. Schnell weitergehen. Wenige Schritte und eine Treppe weiter stehen wir auf dem Parkplatz hinter der Messehalle. Große Medaille, sehr gute Verpflegung: After-Race-Riegel, warme Suppe, Tee, Striezel, viel Obst. Die lange Schlange beim Bier spare ich mir diesmal.

 

Siegerliste

 

Männer

1 Kasaye, Sisay Lemma (ETH) 02:06:26     
2 Rutto, Lani Kiplagat (KEN) 02:06:34     
3 Lagat, Alfers (KEN) 02:06:48     
4 Gabius, Arne (GER)     LT Haspa Marathon Hamburg 02:08:33

Frauen

1 Chala, Gulume Tollesa (ETH)     02:23:12     
2 Tefera, Dinknesh Mekash (ETH) 02:23:12     
3 Yal, Koren Jelela (ETH) 02:23:52     

6 Hahner, Lisa (GER)     Run2Sky 02:28:39     

10  Mayr, Andrea (AUT) 02:33:28     

12  Stockhecke, Mona (GER) LT Haspa Marathon Hamburg 02:33:54

 

11.151 Finisher


Deutsche Meisterschaften

 

Männer

1 Gabius, Arne (GER)     LT Haspa Marathon Hamburg 02:08:33
2 Bräutigam, Marcel (GER) GutsMuths-Rennsteiglaufver... 02:17:05     
3 Straßner, Andreas (GER)     TSG 08 Roth     02:18:50     

Frauen

1 Hahner, Lisa (GER)     Run2Sky     02:28:39     
2 Stockhecke, Mona (GER)     LT Haspa Marathon Hamburg 02:33:54     
3 Volke, Steffi (GER)     LG Telis Finanz Regensburg 02:41:47

 

 

Informationen: Mainova Frankfurt Marathon
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