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Laufberichte

Rock me Kyffhäuser

09.04.16

Wenn Veilchen und Buschwindröschen bunt sprießen,
wenn Obstbäume in weißen und rosa Blüten den Betrachter locken,
wenn die Buchen, die Wiesen und die Auen saftig grün ausschießen,
dann kommen Marathon- und Trailläufer, um den Kyffhäuser zu rocken. 

Yeah, endlich April, endlich Frühling, endlich Kyffhäuser Berglauf. In der Morgenstunde ist es noch erfrischend kühl, aber die Sonne erhebt sich in hell gleißendem Licht und verspricht uns mit milder Wärme zu verwöhnen. Pünktlich um halb neun werden knapp 300 Marathonis auf den Berglauf geschickt.

Zum Vorspiel erklingt klassische Musik. Sanft ebene Klänge erinnern an Vivaldis Der Frühling. Die Klänge entlang der sich fein schwingenden Hänge des kleinsten Mittelgebirges Deutschlands versetzen uns in vorfreudige Stimmung. Wir durchlaufen einen hügeligen Obstbaumweg, passieren die Barbarossahöhle, in der der alte Kaiser immer noch schläft und langen in dem Ort, der sich in dem ebenen Steintal zu Füßen des Kyffhäusers bettet, an. Am ersten Verpflegungspunkt nach 10 Kilometern erfrischen wir uns leidlich, denn wir wissen, jetzt, gleich geht es los, yeah.

 

 
© marathon4you.de 32 Bilder

 

Noch ist es die Straße, die die Musik ansteigen lässt. Es wird gleich ordentlich hart. Ace of spades von Motörhead, in memoriam Lemmy… Damit laufen wir ein in den Bergwald und auf geschotterten Forstwegen weiter, immer weiter hinauf. Auf dem Kulpenberg sind wir nach 17 Kilometern auf satten 450 Metern in der Höhe angelangt. Bei der Verpflegung am Fernsehturm langen wir zum dritten Mal zu. 

Auf einem zackigen, wurzelumsäumten Trail am steil abfallenden Hang spielt Led Zeppelin mit Whole lotta love auf. Recht so, diesen prächtigen, leicht abschüssigen Abschnitt durchlaufen wir mit echter und grandioser Liebe. Wir blicken durch den lichten Wald bis zum Ort Sittendorf und dann auch schon zum Kyffhäuser Denkmal hin. 

Die Hälfte des Marathons ist geschafft, als der harte Anstieg zum Denkmal beginnt. Dazu spielt Deep Purple mit Hard lovin man die Musik. Ein hart liebender Mann rockt den Kyffhäuser hoch. Die E-Gitarre kreischt, die Stimme schreit, yeah! Beim Denkmal am Wendepunkt den Stempel abholen und ordentlich verpflegen: Banane, Apfel, Schleim, Tee, Cola, Bier.

 

 
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Gut zwei Kilometer geht es steil bergab. Wer es ordentlich krachen lässt, kann auf dem Trail auch schnell auf den Teufel kommen. Sympathy fort he devil spielen The Rolling Stones. Dann steigt es auf teils vom Regen aufgeweichtem Weg auch schon wieder knackig an. Es hilft nichts, bis zum Dreiforststein sind wir mit heftig schlagender Pumpe und allmählich brennenden Oberschenkeln dem Teufel nahe. 

Jetzt das Schild: noch 14 km. Auf befestigtem Forstweg laufen wir vier Kilometer in leichten Wellen voran. Dann, nach dem sechsten Verpflegungspunkt, beginnt der gefährliche Abstieg. Vier Kilometer lang stürzen wir auf brüchig karstiger Steinpiste unter der gleißenden Sonne und an frisch erblühenden Streuobstwiesen vorbei den Highway to hell von AC/DC bis in das Dorf, in dem die Leute wohnen, die unten leben, hinab. Hier werden wir von den Anwohnern frenetisch begrüßt und reichhaltig bewirtet. 

 

 
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Dann wird es gleich wieder rockig. Ein kürzerer aber sehr steiler und sich dann mäßig aber drei Kilometer lang erstreckender Anstieg bringt uns unter der kräftigen Frühlingssonne ordentlich zum Schwitzen. Wir sind dann froh noch etwas beschattet durch den Wald bis zum Jägers Kreuz zu laufen. Am schon von außen imposanten Panoramagemälde über den Bauernaufstand gibt es eine letzte Erfrischung, bevor es die letzten drei Kilometer bergab zum Finale geht. Rock me von Great White. Yeah, rock me Kyffhäuser. Richtig steil geht es den Schlachtberg hinunter nach Bad Frankenhausen, an der schiefen Oberkirche vorbei, durch den Stadtpark, bis zur Soletherme und dem Schlossplatz. Yeah, die Arme hoch. Mann, haben wir dich gerockt, Kyffhäuser.              

Wir schlemmen ordentlich vom abwechslungsreichen Angebot. Eine Thüringer Bratwurst mindestens ist Pflicht. Und abends geht es ins Festzelt mit Livemusik. Hier dieses Jahr nicht die härtesten Klänge. Der Kyffhäuser ist für uns Läufer kein lauter und schwerer Heavy Metal, aber er ist zünftige und feine Rockmusik, die einfach Spaß macht, yeah!  

 

Einen weiteren Laufbericht mit vielen Bildern
gibt es hier auf Marathon4you.de

        

 

Informationen: Kyffhäuser Bergmarathon
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