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Laufberichte

Von Weißenstadt nach Wunsiedel

 

Auf die Höhen des Fichtelgebirges zieht es mich nach einiger Zeit wieder: Von Weißenstadt nach Wunsiedel. Und dazwischen liegen zwei der höchsten Erhebungen des Fichtelgebirges. Was es davon zu berichten gibt, erfahrt ihr hier.

 

Nummernausgabe in Wunsiedel/
Start am Weißenstädter See

 

Nach drei Jahren Abstinenz im Fichtelgebirge zieht es mich wieder ins Sechsämterland nach Wunsiedel und Weißenstadt. Neben dem Naturgenuss brauche ich noch ein paar Höhenmeter, um für das nächste Großevent in den Bergen vorbereitet zu sein. Was mich hier im Fichtelgebirge positiv überrascht: Es nehmen sehr viele Stammläufer teil, manche sind schon fünf oder zehnmal am Start. Und es gibt einige Wahnsinnige, die ihre Premiere hier laufen wollen.

 
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Stützpunkt ist Wunsiedel, denn da laufen wir im Fichtelgebirgsstadion ins Ziel, da gibt es die Startnummern am Wettkampftag und da fahren auch die kostenlose Busse weg zum Startort in Weißenstadt. Wer frühzeitig dran ist, der zahlt für den Marathon 29 EUR, für den Halben 19 EUR. Dafür erhalten wir die Laufinfrastrukur wie Organisation zum Lauf, reichhaltige Verpflegung, Urkunde aus dem Internet, einen Sachpreis, heuer eine Sporttasche, Massagen und ein Vollkornbrot.

Der Transport mittels Bussen zum Start in Weißenstadt beim langen Kanten bzw. nach Leupoldsdorf zum Halben ist ebenfalls im Startgeld enthalten. Wer schnell genug ist, kann einen der Preise in der Gesamt- bzw. Altersklassenwertung abräumen. Um 07.30 Uhr fahren die Busse von Wunsiedel nach Weißenstadt. Die Fahrzeit beträgt rund 20 Minuten, so dass wir relativ früh vor Ort sind.

Die Zeit bis zum Start vertreibe ich mit viel Ratscherei, Knipsen und sonstigen Dingen, die vor einem langen Lauf zu erledigen sind. Petrus hat sich heute nicht lumpen lassen. Denn während es in Restbayern unbeständig ist und immer wieder mit Niederschlägen zu rechnen ist, haben die Mittelgebirge ganz oben den Sonnenschein gepachtet: Stahlblauer Himmel und die Sonne sind schon erwärmend.

Zweckmäßig sollte man sein Auto in Wunsiedel haben, denn vom Ziel nach Weißenstadt gibt es nach dem Lauf keine adäquate Verkehrsverbindung. Außer man will sich noch einige Kilometer auslaufen. Weißenstadt bekommen wir kaum zu sehen, denn der Start ist beim Segelgelände und Surfclub an der Bayreuther Straße.

 

Seerunde

 

Punkt halb neun haut uns ein Schuss auf die Strecke, die uns zuerst auf eine Seeumrundung führen wird. Der Weißenstädter See ist mit maximal 3,5 Meter nicht gerade tief. Er dient der Freizeitgestaltung, als Wasserrückhaltebecken und als Trinkwasserspeicher. Für die Kilometerfresser habe ich eine Empfehlung, denn immer Mitte September wird hier ein Sechs-Stunden-Lauf um den Weißenstädter See veranstaltet, der sogar mit dem Bronze Label der IAU ausgezeichnet ist. Interessenten können sich auf der Seite des WSV Weißenstadt kundig machen (www.wsv-weissenstadt.de).

 
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Nach wenigen Minuten entzerrt sich das Feld und wir können auf dem etwa zwei Meter breiten, asphaltierten Radweg ohne Behinderungen laufen. Die Sonne trocknet nun die letzten nassen Flecken. Heute fällt mir auf, dass immer wieder Stelen am Radweg zu sehen sind: Im Jahr 2004 wurden am Uferweg insgesamt 14 Stelen aus dem verschiedenen Gesteinsarten des Fichtelgebirges aufgestellt. Auf diesen befinden sich Texte aus dem Stundenbuch von Eugen Gomringer. Da heißt es im Wechsel „dein“ und „mein“, wie zum Beispiel

DEIN ZIEL

MEIN WEG.

Die 24 Wörter als Inschrift sollen einen Bezug zu den 24 Stunden eines Tages herstellen.

Von dem 3500 Einwohner zählenden Städtchens sehen wir nicht viel. Von der anderen Seite des Sees hat man jedoch eine schöne Aussicht auf die St. Jakobus-Kirche am Marktplatz. Der dritte Kilometer liegt dann kurz vor dem Kurzentrum, wo jetzt noch kaum was zu sehen ist. Nur ein paar Burschen jagen einem Fußball hinterher. Kurz danach verlassen wir den See auf einem befestigten Feldweg, der später auf eine Kreisstraße mündet.

 

Der Berg ruft

 

Einer der vielen Stammläufer ist der, den ich auf dem Asphaltband Richtung Schönlind überhole: Roland Blumensaat, der kommunikative Lauftherapeut in Nürnberg, der Laufkurse für Unsportliche anbietet. Ja, so was gibt es tatsächlich. Sein nächster Einsatz ist bei der Challenge in Roth, wo er in der Staffel den Marathon bestreiten wird. Seine Aktivitäten sich auf www.schritt-weise.de aufgelistet. Ein netter Zeitgenosse für unterwegs.

 
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Kurz nach Kilometer fünf am Waldrand greifen die Teilnehmer bereits bei der ersten Tränke eifrig zu: Wasser, Iso und Bananen werden angeboten, später kommen noch Cola, Brot, Schokolade und diverse Leckereien hinzu. Mit einem Stück Affenschnitzel mache ich mich auf den Weiterweg. Rund 50 Höhenmeter haben wir schon abgearbeitet.

Auf den nächsten gut fünf Kilometern warten noch 350 Höhenmeter, die uns auf dem Weg zum Schneeberg entgegenstellen. Die erste längere Steigung müssen wir in Richtung Rudolfsattel bezwingen. Wem es zu steil wird, der wechselt in den Gehschritt und der ist damit auch nicht viel langsamer als der, der noch joggen kann. Viel Zeit bleibt beim Marschieren auch nicht auf der Strecke. Ein kurzes Stück führt dann recht flach mit wenigen Steigungsprozenten zum Weißenhaider Eck. Erholung pur bis zum nächsten Aufschwung!

Eine Linkskurve führt uns auf eine Teerstraße, die uns zum Schneeberggipfel hochbringen wird. Viele müssen jetzt gehen. Ich kann noch laufen, bleibe aber bei jedem Fotoschuss stehen und kann so wenigstens zwei, drei Schnauferer Luft in Ruhe inhalieren. „Nicht mehr weit zum Gipfel, 500 Meter, auf geht’s!“ lese ich auf einem Schild.

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Informationen: Fichtelgebirgsmarathon
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