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Es war einmal...

 

Keine Bange, der Kassel-Marathon ist damit nicht gemeint. Dazu ist er mit 8 Auflagen derzeit noch zu jung und mittlerweile zu erfolgreich. Zudem gibt es in diesem Jahr einen Teilnehmerrekord (insgesamt über 11.000 Teilnehmer), wenn auch nicht bei den Marathonis, zu verzeichnen. Da verwundert es nicht, dass der Titelsponsor seinen Vertrag bis 2016 verlängert hat und die Erfolgsgeschichte weiter geschrieben wird.

 

Ich freue mich darüber, erst einmal die Stadt zu erkunden, in der die Gebrüder Grimm vor über 200 Jahren lange lebten und ihre Märchen sammelten. Auch bei Ihnen kam der Erfolg nicht über Nacht, sodass sie Teilbestände der ersten beiden Auflagen ihrer Kinder- und Hausmärchen sogar einstampfen mussten.


 
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Um genügend Zeit dazu zu haben, reise ich mit meiner Familie bereits am Samstag an. Quartier nehmen wir in der Jugendherberge. Diese ist für den Marathon bestens gerüstet und hält bereits im Eingangsbereich die notwendigen Infos bereit, sodass wir mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zügig zum Auestadion kommen. Hier schlägt das Herz des Marathons. Alle wichtigen Anlaufstellen sind hier konzentriert. Der Zieleinlauf erfolgt im Stadion. Die Kleiderausgabe brauche ich auch erst morgen. Also ab zur nahen Großsporthalle mit der Marathonmesse und der Startnummernausgabe.

Anstehen muss ich so früh am Nachmittag auch nicht und meine Pflichtaufgaben für heute sind schnell erfüllt. Jetzt kommt die Kür. Entlang der Fuldaaue führt uns der Weg auf einem knappen Kilometer nördlich zum Gebrüder Grimm Museum. Hier wird deutlich, welche Erinnerungen wir mit unseren Kindern teilen. Anschließend in der Innenstadt noch ein wenig gechillt und Kraft gespart für neue Großtaten. Nach einem zeitigen Abendessen geht es familiengerecht früh in die Falle. Auch wenn der Schlaf nicht 100 Jahre dauert, so ist er doch mindestens genauso erholsam. Pünktlich um 6:30 Uhr kommen wir erfrischt aus den Federn. Das stärkende Frühstück steht schon bereit und gibt genügend Kraft für die heutige Herausforderung.

Dank der bereits gegebenen Hinweise erreichen wir pünktlich um kurz vor acht die öffentlichen Verkehrsmittel und entspannt um 8:20 Uhr Aue-Stadion. Reichlich Zeit, um meinen Beutel in der Eishalle abzugeben. Am Ausgang werden Bananen und Äpfel bereitgestellt.

Jetzt aber zum Start. Der Weg ist kürzer als gedacht. Der Startbereich in der Damaschkestraße ist trotz der kühlen Temperaturen bereits gut gefüllt. Die wenigen Plätze in der Sonne sind begehrt, da es sich hier gut aushalten lässt. Ich verabschiede mich schnell noch von meiner Familie, damit die sich weiter vorn platzieren kann. Die Nähe zu meiner Heimat zieht auch einige Bekannte an und so begrüße ich Adalbert und Wilhelm. Die übliche Bewertung des Wetters folgt. Wir sind uns, wie auch der Sprecher anmerkt, einig über die idealen Laufbedingen: Vor dem Lauf darf ruhig noch ein wenig gefröstelt werden. Doch nicht zu lange und schon hat das Warten ein Ende. Nach dem diesmal kurzen Countdown von 5 an werden wir pünktlich auf die Strecke gelassen. Die Straße ist am Start breit genug für das gesamte Feld aus Einzel- und Staffelläufern. So kommt es zu keinem größeren Gedränge. Ein gleichmäßiges Laufen ist möglich. Bereits nach wenigen Metern laufen wir in der Sonne. Der tiefblaue Himmel verspricht, dass es den ganzen Tag so bleiben wird.

 
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Nach einem knappen KM umrunden wir erst einmal das Kasseler Messegelände. Die Runde ist groß genug und das Feld noch zu dicht, so dass wir am Beginn noch keinen Spitzenläufer, am Ende aber auch keinen Nachzügler zu Gesicht bekommen. Hier laufe ich erstmal ein paar Meter mit Adalbert zusammen. Er kann mir ein paar Tipps geben, denn er ist hier bereits mehrfach gelaufen und kennt auch die Unterschiede zwischen der alten und neuen Streckenführung. Während man früher auf einem 4-Runden-Kurs mehrfach von seinen Fans bejubelt werden konnte, muss ich heute zugunsten einer erweiterten Stadtführung darauf verzichten. Ob das spannender wird, kann ich noch nicht abschätzen. Jedenfalls begrüßt uns bei KM 3 das erste Schild im Stadtteil Waldau. Architektonisch sind die folgenden KM noch nicht der Brüller. Dafür erwarten uns in diesem Wohnviertel die ersten größeren Zuschauergruppen um so herzlicher. Sie sind bereits warm gelaufen.

Bei KM 5 erreiche ich den ersten Verpflegungspunkt. Bereits die Jüngsten sind als Helfer eingebunden und ich bekomme von ihnen den ersten Becher gereicht. Die Veranstaltung bewegt halt nicht nur die Läufer, sondern ganz Kassel. Kurz hinter KM 6 stoße ich auf die erste kleine Begegnungsstrecke, bevor ich eine Runde durch Lohfeld drehe. Nach wenigen Minuten passiere ich die 2. Verpflegungsstelle. Für die frühen Morgenstunde ist die Zuschauerbeteiligung groß und sorgt für einen ordentlich Lärmpegel. So angespornt verlasse ich bereits kurz hinter KM 8 dieses moderne Industriegebiet wieder. Auf die entgegenkommende Läufer habe ich bereits etwa einen Kilometer gut gemacht. Damit auch auf die Brems- und Zugläufer für eine angepeilte Endzeit von 4 Stunden. Beruhigend, oder bin ich bereits zu schnell? Schließlich will ich es heute ruhig angehen lassen, um in zwei Wochen Wolfgang beim Rennsteig fit zu begleiten. Auf dem Weg durch Forstfeld habe ich genügend Gelegenheit darüber nachzudenken. Allerdings ohne mich zu sehr ablenken zu lassen. Bereits hier fällt mir auf, wie facettenreich die Kirchen in Kassel errichtet wurden. Hier mal wieder eine Variante aus dem 20. Jahrhundert.

 
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Eine lange Gerade führt uns fasst bis an die 10 KM-Marke heran. Ein Uhrenwagen zeigt knapp 55 Minuten an. Ein schöner Service, um sich zu orientieren. Mich klärt er darüber auf, dass mein heutiges Tempo noch stimmt. Kurz darauf wird es wieder deutlich lauter etwa bei KM 11 erreiche ich den ersten Wechselpunkt für die Staffelläufer. Da verwundert es nicht, dass ich auf den nächsten KM häufiger überholt werde. Mit den frischen Läufern will ich nicht konkurrieren und schon gar nicht mich mitreißen lassen. Lieber gleichmäßig Bettenhausen und Salzmannhausen durchlaufen, von den Zuschauern angespornt werden und bei alten Industrieanlagen kurz verweilen. Eindeutig, die Strecke wird abwechslungsreicher. Die Zuschauer gemütlicher - kurz vor KM 17 haben sie es sich schon in den Campingstühlen gemütlich gemacht. Sie müssen ja noch länger ausharren.

Auf einmal dringt es an mein Ohr: „Oh sieh mal, ein Hermannsläufer.“ Woran haben die mich als mehrfachen Teilnehmer dieses ostwestfälischen Traditionslaufes bloß erkannt? Aber nein, nicht ich bin gemeint, sondern Julian, der jetzt neben mir läuft. Er trägt das entsprechende Finisher-Shirt vom letzten Jahr. Da der Hermann mein Einstieg in den Langstreckenlauf war, ist Gesprächsstoff schon gefunden. So erfahre ich auch, dass Julian mit dem Kassel Marathon noch eine Rechnung offen hat, da er nach dem anstrengenden Lauf durch den Teutoburger Wald im letzten Jahr hier aufgeben musste. Das soll heute nicht passieren und zur gegenseitigen Unterstützung gehen wir die folgenden KM gemeinsam an.

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Informationen: EAM Kassel Marathon
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