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Laufberichte

Zurück zum Anfang

25.09.05

Werde ich jetzt zum Fernsehstar?

 

9. April 1989,  ein Datum das ich nicht vergessen werde. Ich lief in Bremen meinen ersten Marathon - 3:10:29 Stunden. Im folgenden Jahr waren es 3:04 Stunden. Dann verschwand die Veranstaltung aus der Terminliste.

 

Als bekannt wurde, dass am 25.09.2005 der Bremen Marathon mit neuer Strecke wieder belebt wird, habe ich mich sofort angemeldet. Zurück zum Anfang.

 

Start und Ziel war damals vor und in der Stadthalle, die jetzt AWD Dome heißt. Ich reiste am Samstag mit der Bahn an und machte mich vom Hotel aus gleich auf den Weg zum Dome,  um Startnummer und Nudelparty mitzunehmen. Dort treffe ich noch einige Bekannte, unter anderem Uwe aus Kiel, der fleißig Werbung machte für den 1.Öge Antalya Marathon im März 2006, wo ich auch dabei sein werde.

 

Dann klopfte mir jemand auf die Schulter, ich dreh mich um und schau in eine Fernsehkamera. „Warum Bremen?“ „Ich bin hier meinen  Marathon gelaufen. Ichfreue mich auf die Wiedergeburt, es wird mein 181ster“. Das wurde abends im Regionalprogramm auf N3 gesendet und ich konnte mich mal kurz im TV anschauen. Werde ich jetzt zum Fernsehstar?

 

Sonntagmorgen um 6:45 Uhr aufstehen und Frühstück im marathon-freundlichen Hotel. Das Zimmer stand mir bis 15:00 Uhr zur Verfügung. Also hatte ich noch viel Zeit und konnte gleich lauffertig zum AWD Dome gehen. Ich nahm den Weg durch den Bahnhof, wo noch einige Läufer mit ihren Familien frühstückten. Nur wenige Meter hinter dem Bahnhof ist der Dome erreicht.

Ich musste keinen Kleiderbeutel abgeben und so hatte ich Zeit,  dem Treiben zu zuschauen.


Auf dem Weg zum Start traf ich noch Kollege Gerhard Berger, der wohl um die 3 Stunden laufen wollte, und Rudi Laudwein unsern Laufgruppenleiter.

Die Sonne strahlte vom blauen Himmel, es versprach ein warmer Tag zu werden, ganz nach meinem Geschmack. 9:00 Uhr der Start - trotz Berlin waren immerhin ca.3.000 Marathonis in Bremen.

 

Zuerst einmal ging es durch die Stadt und ich war überrascht, wie viele Zuschauer hier schon die Läufer anfeuerten. Auch der hier sehr beliebte Willi Lemke, ehemaligs Präsident des SV Werder Bremen, lief mit. Nach 5 km liefen wir entlang des Werdersees. Eine einmalige Athmosphäre, die Sonne schimmerte im nassen Gras, dahinter der See. Ein Moment zum innehalten.

Nach 10 km ging es über das Weserwehr. Wie Eisschollen türmte sich der Schaum vor dem Wehr. Über eine Brücke ging es wieder hinein in Bremens Strassen mit viel Stimmung,  Musik und Beifall. Schon war der Halbmarathonpunkt erreicht und ich freute mich über mein gutes Befinden nach dem immerhin 6. Marathon in Folge.

 

Nun kam Bremens Grüne Lunge, der Bürgerpark. Es wurde richtig idyllisch. Rechts ein Flüsschen, wo gerade ein paar Leute längs schipperten und uns anfeuerten. Weiter ging es Richtung Überseetor und Speicher XI. Dort wurde es, wie auch letzte Woche in Karlsruhe, bei km 30 etwas trist. Schatten gab es keine, die Sonne brannte gnadenlos.


Jede Verpflegungsstelle wurde reichlich genutzt.  Ab Km 32 dann auf ungefähr 5 km der Höhepunkt: rechts die Weser, links voll besetzte Lokale und Zuschauer, so weit das Auge reichte. Die Stimmung war großartig. Vielen Läuferinnen und Läufer war es längst zu warm geworden. Sie hatten von Lauf- auf Marschtempo umgeschaltet.

 

Bei Kilometer 37,5 sah man schon die Flutlichtmasten des Weserstadions. Der nächste Höhepunkt der Strecke. Durchs Tor liefen wir hinein ins Stadion, drehten ein halbe Runde und verließen es auf anderen Seite.

 

Am Osterdeich entlang ging es dann Richtung City. Was war mit mir los, wie in Trance lief ich immer noch mein Tempo und konnte noch viele überholen. Dann kam km 41 und der krönende Abschluss. Rechts und links Zuschauer, der AWD Dome in Sichtweite, jeder genoss  die letzten Meter und den Applaus, bevor wir in den Katakomben der Halle verschwanden - auch hier alles voll Zuschauer, noch ein Bogen und dann das Ziel.

 

Das hatte schon was Besonderes. Kurz hinterm Ziel traf ich Willi Lemke, klopfte ihm auf die Schulter und auch er gratulierte mir. Hier sind alle gleich. Ich lief 4:18:58 Stunden,  es war tatsächlich der schnellste von den 6 Marathons der letzten Wochen.

 

Draußen feierten alle ihren Sieg. Wie immer genoss ich noch die Atmosphäre, bevor ich mich mit meiner Medaille auf den Weg zum Hotel machte. Duschen, und fit wie ein  Laufschuh machte ich mich wieder auf zum Bahnhof  und auf die Heimreise.


Streckenbeschreibung

1 Runde durch Bremen, abwechslungsreich durch die Stadt und an der Weser entlang durchs Weserstadion. Zieleinlauf AWD Dome.

 

Auszeichnung

Medaille, T-Shirt.

 

Verpflegung:

Bis km 15 nur Wasser danach auch Iso und Obst alle 5km und alle 2,5 km Wasser.

 

Logistik

Nur kurze Wege. Start und Ziel ein Steinwurf vom Bahnhof.
Kleiderbeutelabgabe im Dome.


Noch ein Spruch zum Schluss

Der Mensch ist so alt wie seine Hirngefäße und so jung wie seine Herzgefäße. Laufen hält beides fit....

 

Informationen: Bremen Marathon
Veranstalter-WebsiteE-MailErgebnislisteFotodienst HotelangeboteOnlinewetterGoogle/Routenplaner

 

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