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Laufberichte

Weinland vor den Toren Stuttgarts

14.10.12

Dreimal war ich beim Bottwartal Marathon mit dabei, 2007-2009, und bin doch nur einmal die ganzen 42,2 Kilometer gelaufen, die anderen beide Male in der Staffel. Wie so viele Veranstaltungen, die sich Marathon nennen, ist auch im Bottwartal Marathon viel mehr drin als draufsteht. Von 5 km bis zum Marathon wird alles angeboten, in diesem Jahr insgesamt neun verschiedene Bewerbe. Und nimmt man die vier vom Samstag noch dazu, ist das doch ein gewaltiges Angebot, das auch logistisch gemeistert sein will.

Gleich vorab, es hat beinahe alles bestens geklappt, obwohl dieses Jahr vieles anders war, als in den acht Jahren zuvor. Zum ersten Mal war nämlich Zentrum nicht Großbottwar, sondern Steinheim. Was soll ich sagen? Der Freibereich war großzügiger, die Parkmöglichkeiten deutlich besser, die Halle „aufgeräumter“. Alles in allem eine Verbesserung.

Das Bottwartal liegt verkehrsgünstig in dem Viereck zwischen Stuttgart - Heilbronn - Ludwigsburg und Backnang. Weinberge, malerische Ortschaften, beste Weine und ein attraktives Touristengebiet kennzeichnen diese Landschaft. Für mich ist von Stuttgart aus Steinheim, der Start- und Zielort, in knapp einer halben Stunde erreichbar.

Wenn man frühzeitig (7.30Uhr) in Steinheim ist, passt alles bestens: Parkplatz keine 200 m von der Halle entfernt, in der Halle alles noch leer. Innerhalb weniger Minuten hatten wir Startunterlagen, Weinpräsent, T-Shirt und dazu noch die Ausstellungsstände angeschaut. Bald aber strömten die Läuferinnen und Läufer mit Angehörigen kontinuierlich und 90 Minuten später waren Halle und Startbereich voller Menschen.

Der Halbmarathon wurde 90 Minuten nach dem Marathon in Gronau im Norden der Strecke gestartet, die Teilnehmer mit Bussen dorthin gebracht. Da aber die Startunterlagen nur in Steinheim ausgegeben wurden, bevölkerten die 1.500 ebenfalls Halle und Gelände. Angenehmer Nebeneffekt, beim Start des Marathons säumten sie unsere Strecke.

Alle anderen Wettbewerbe starteten in Steinheim. Zuerst die Marathonis um 9.30 Uhr, dann die 30km-Läufer (10.15 Uhr), fünf Minuten später die 10km mit Walkern. Sieht alles gut aus, in der Praxis aber ergab dieses enge Zeitfenster der letzten zwei Bewerbe wohl einige Verwirrung, dazu aber später.


 
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Nun, wir Marathonis starteten pünktlich, ganz entspannt und problemlos, zusammen mit den Startläufern der Mannschaftswettbewerbe Duo, Team und Staffel, knapp 450 Läuferinnen und Läufer. Tja, das waren auch schon mal mehr (800). Aber der Trend macht vor dem Bottwartal ebenfalls nicht Halt: Man läuft heutzutage Halbmarathon, Marathon ist zu aufwendig.

Das Wetter war ideal, der Regen hatte längst aufgehört, wir hatten vielleicht 13 Grad und es war leicht bewölkt. Ganz entspannt ging es den ersten Kilometer sanft abwärts und dann nach rechts in die 10km-Südschleife nach Murr. Bereits bei Kilometer zwei die Stelle, wo die Bottwar, Namensgeberin des Tales, in die Murr mündet und schon wieder ist mir dieses winzige und unscheinbare Flüsschen entgangen. Bei Kilometer 9 kamen wir wieder in der Nähe, aber auch da hab ich nicht aufgepasst.

Bis Murr hatte sich das Feld sortiert und ich wieder mal den Platz eingenommen, der mir gebührt: ziemlich weit hinten, Angelika schon weit vorne. Wie immer war dann im Ort auf dem Marktplatz tolle Stimmung und beflügelt ging es wieder zurück nach Steinheim, dort aber geradeaus weiter Richtung Norden.


 
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Die nächsten 3,5 Kilometer waren Begegnungsstrecke, aber die Startzeiten waren so, dass uns da niemand begegnen konnte – schade. Lediglich Nicole sah ich am Straßenrad stehen und auf die 30km-Läufer warten, die eigentlich längst vorbei gekommen sein müssten. Ist da was schief gelaufen?

Über Klein- und Großbottwar ging es weiter nach Norden bis Oberstenfeld. In Kleinbottwar war noch mehr Stimmung an der Strecke, als in Murr, an Großbottwar wurden wir in dessen „Hinterhof“ vorbei geführt, durch die „gute Stube“ kamen wir erst bei unserer Rückkehr zwei Stunden später. Kaum ein Kilometer später liefen wir durch Hof und Lembach und mit dem Ort tauchte rechts auf dem Weinberg die Burg Lichtenberg auf. Eine alte Stauferburg, heute genutzt als Burgrestaurant, mit einem hervorragenden Ruf.

Überhaupt war die Strecke bis hierher sehr abwechslungsreich: Felder, Weinberge, schöne Orte mit geschichtsträchtigen Rathäusern und Kirchen, stilvoll renovierten Häusern, und jetzt auch noch Burgen. Einige Bäume zeigten schon bunte Herbstfärbung. Und genau mit dieser Mischung würde es weitergehen.

Plötzlich zischten zwei Läufer an mir vorbei, die sich auf meine Frage hin als 30km-Läufer outeten. Kurz danach überholte mich wieder einer in rasantem Tempo: „Nicht wundern, man hat uns nach dem Start fehlgeleitet!“ rief er mir im Vorbeilaufen zu. Am Ortsausgang wurde er nach links gelenkt, wieder Richtung Süden und ich nach rechts, weiter nach Norden hoch. Vermutlich hatte man die Dreiviertler versehentlich auf die Südschleife geschickt und mit den ab Hof und Lemberg noch etwa 7 Kilometern zurück bis Steinheim wären das etwa 24-25 Kilometer gesamt. Ärgerlich.

Nach Hof und Lemberg begann das zweite Begegnungsstück, etwa 2km bis nach Oberstenfeld. Hier wurde mir ein Privileg zuteil, weil ich so weit hinten lag: Die beiden führenden Marathonis kamen mir am Ortseingang entgegen.


 
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Informationen: Bottwartal-Marathon
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