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Laufberichte

Bausteine für die Saison

22.02.14

Seit über 20 Jahren bietet der LC 92 Bad Salzuflen der Läufergemeinschaft den idealen Einstieg ins Wettkampfjahr. Je nach Trainingsstand können die Teilnehmer verschiedene Laufstrecken von 10 KM bis zum Marathon bewältigen.

Dabei kann die Entscheidung über die Streckenlänge, außer bei den schnellen Hirschen über die Kurzstrecke, je nach Befindlichkeit stressfrei im Laufe des Wettkampfs getroffen werden. Da dieses Baukastensystem jedem etwas bietet, wundert es auch nicht, dass das Limit von 1.500 Teilnehmern längst ausgebucht ist und dieses mittlerweile auch bei anderen Läufen, wie in Steinfurt, kopiert wird. Da die Marathonveranstaltungen zu dieser Jahreszeit rar gesät sind und Bad Salzuflen fast direkt vor meiner Haustür liegt nutze auch ich die Veranstaltung zum ersten Lauf des Jahres. Die Startzeit um 12.15 Uhr erlaubt es mir, ausgeschlafen zu erscheinen, denn ich brauche mich erst gegen 10.00 Uhr mit meiner Familie auf den Weg zu machen.

 
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Bei unserer Ankunft um 11.00 Uhr herrscht an der zentralen Anlaufstelle, der Grundschule Elkenbrede, bereits reger Betrieb. Nicht ungewöhnlich bei dem großen Teilnehmerfeld. In der Turnhalle bekomme ich trotz des großen Andrangs meine Startnummer und den Zeitmesschip ohne warten zu müssen. Wie Letzterer anzubringen ist wird für diejenigen, die die entsprechende Anleitung in der Ausschreibung nicht gelesen haben, anschaulich mit Probeschuhen demonstriert. So sieht eine perfekte Organisation aus. Jetzt aber nicht zu lange gewartet, denn das Kuchenbuffet im gegenüberliegenden Schulgebäude ist bereits aufgebaut. Bei dem Ruf der ihm vorauseilt, ist es ratsam, sich bereits vor dem Lauf noch mit einigen Kohlehydraten einzudecken, denn wie heißt es so schön, wer zu spät kommt...

Zudem kann man zahlreiche Bekannte treffen. Viele Teilnehmer warten nämlich hier auf den Start, um nicht schon unterkühlt auf die Strecke zu gehen. Obwohl Petrus heute gnädig mit uns ist. Wie schon in den letzten Monaten ist von Winter keine Spur. Die geschlossene Wolkendecke lässt bei milden Temperaturen nur Regen erwarten. Die Begrüßung von M4Y-Kollege Dirk reißt mich aus meinen Gedanken. Er ist heute für Marathon4you unterwegs. Die abwechslungsreiche Strecke macht’s möglich. Auf dem Schulhof treffe ich erst noch Peer und anschließend unseren Hero HaWe. Durch seine selbstlose Hilfeleistung beim Berliner Mauerlauf hat er zu Recht die Gunst unserer Leser gewonnen. Ich freue mich, dass sich gerade die Gelegenheit ergibt, ihn mit Ralle und seinen Paderpiraten bekannt zu machen. Durch ihre Kostümierung fallen sie bei allen ihren Läufen auf. Und das ist auch gut so, denn sie haben aus einer ehemaligen Karnevalsgruppe zu einem Verein entwickelt, der jetzt laufend Spenden für Kindereinrichtungen im Paderborner Land sammelt. Ein schönes Beispiel, wie man mit seinem Hobby Gutes tun kann.

Doch jetzt wird es Zeit, sich zur Startlinie zu begeben. Vanman Jochen gibt letzte Hinweise zur Strecke. Dann erfolgt pünktlich um 12.15 Uhr der Start. Peer ist direkt vor mir und ich hänge mich gleich mal dran. Bereits die ersten Meter geht es bergauf. Noch auf Asphalt. Aber bereits nach wenigen 100 Metern erreichen wir den Buchenwald, der uns jetzt 41 KM begleitet.

 
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Der Waldweg ist in Folge des milden und nassen Winters schon jetzt matschig und etwas rutschig. Im Vergleich zum Vorjahr, als sogar einige Zuschauer auf glattem Eis ausrutschten, sind die Laufbedingungen jedoch ideal. Wer hier antritt, weiß in der Regel eh, was ihn erwartet. Nach dem einen KM erreichen wir den Rundkurs, den wir jetzt 5-mal durchmessen wollen. Gleich zu Beginn verlieren wir wieder einige der eben erst gewonnenen Höhenmeter. Im Moment fällt das noch nicht so auf, denn Peer und ich sind bereits im regen Gedankenaustausch. So fliegen auch die ersten 7 KM einfach an uns vorbei. Die beiden größeren Steilstücke bleiben noch unbemerkt, im Gegensatz zum ersten Verpflegungspunkt nach 5 KM. Das Teilnehmerfeld ist noch dicht gedrängt und die erste Flüssigkeitsaufnahme erfordert einige Konzentration.

Kurz darauf weist das Schild am Wanderweg die Streckenlänge zur Stadt mit 2 KM aus. Noch interessiert uns das wenig, eher schon die Aufmunterung durch Nikita und Silke bei KM 8. Nikita ist so begeistert, dass er uns einige Meter begleitet. Am Ende der Runde sind wir wieder allein. Hier erwartet uns der zweite Verpflegungsposten. Neben den Getränken werden uns bereits Orangen-, Bananen- und Schokoladenstücke gereicht. Frisch gestärkt geht es auf die 2. Runde.

Immer noch sind wir in einem größeren Pulk unterwegs. Die Unterhaltung ist zwar sehr anregend, verführt aber auch leicht zu einem gesteigerten Tempo. Da kommen die Steigungen jetzt gerade recht, um gehend ein paar Körner zu sparen. Die Streckenposten und die wenigen Zuschauer spenden wohltuenden Applaus. Noch einigermaßen frisch beenden wir die 2. Runde nach KM 17. Silke unterstützt mich auch hier noch mit zusätzlichen Fotoaufnahmen. Nikita ist immer noch hochmotiviert und begleitet uns wieder auf dem folgenden Gefälle. Mit der Ungeduld der Jugend mahnt er die Beendigung meines Laufes nach der 3. Runde an. Ein Wunsch, den ich ihm leider nicht erfüllen kann. Obwohl es natürlich verführerisch wäre, denn die Schritte werden auf dem rutschigen Geläuf doch schon schwerer. So wundert es mich nicht, dass ich Peer kurz nach der Halbmarathonmarke ziehen lassen muss.

 
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Die Gehpausen werden länger die nächsten KM zur Herausforderung. Da ist es gut, dass ich mit dem M4Y-Outfit im Läuferfeld gut auszumachen bin, denn kurz darauf werde ich von Manfred auf unseren Joe angesprochen. Gespannt warten unsere Leser auf neue Berichte von ihm. Doch da müsst ihr euch in Geduld üben, denn noch ist er einige Monate in der Regenerationsphase.

Ende der 4. Runde. Da es wieder bergab geht, zögere ich nicht, die letzte Runde in Angriff zu nehmen und den Marathon zu vollenden. Leicht macht es mir die Strecke aber nicht. Ich weiß ja, dass zumindest noch zwei nennenswerte Steigungen auf mich warten. Bis dahin nutze ich das kurze wellige Zwischenstück, um gehend weitere Körner zu sparen. Schließlich erfordert der rutschige Untergrund zum Schluss noch volle Konzentration. Manfred ist da noch besser unterwegs. Ich lasse ihn lieber ziehen. Alleine bin ich heute eh nicht. Die guten Laufbedingen haben zahlreiche Läufer/innen animiert, die 42 KM zu voll zumachen, so dass bis zum Ziel immer jemanden im Blickfeld habe. Ein japanischer Teilnehmer ist sogar so berauscht, dass er glatt noch eine 6. Runde dranhängt. Dass er trotzdem noch vor mir das Ziel erreicht, verdient meinen vollsten Respekt.

Mein gedrosseltes Tempo gibt derweil Dirk die Möglichkeit, kurz vor den letzten Bergen zu mir aufzuschließen. Ihm fällt es ähnlich schwer wie mir. Auch wenn wir es nicht immer schaffen, unser Tempo auf den letzten 7 km aufeinander abzustimmen, erreichen wir doch fast zeitgleich das Ziel. Im Gegensatz zu uns ist der Günter da schon gleichmäßiger unterwegs. Dass er Ultraläufer ist, weiß ich, seit wir gemeinsam in Welver und auf dem langen Kanten am Rennsteig unterwegs waren. Heute hat er sinnvollerweise von Anfang an ein langsameres Tempo gewählt, da er diese Veranstaltung als Aufbautraining nutzt. Seine geplante Teilnahme am UTMB nötigt mir einigen Respekt ab. Schließlich ist auch mir bekannt, dass man für den Lauf um den Mont Blanc etliche Punkte bei verschiedenen, ziemlich anspruchsvollen Ultraläufen sammeln muss.

 
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Seine gleichmäßige Laufweise dient mir auf den letzten KM als Orientierung. Gemeinsam erreichen wir ein letztes Mal die 2. Verpflegungsstation. Schnell noch ein Malzbier als Stärkung für das Finish. Dann nehme ich die Abzweigung nach rechts hinunter zum Ziel. Jetzt heißt es nur noch rollen lassen. Das fällt mir wie fast immer leicht. Entsprechend kann ich noch ein paar Meter auf Günter herauslaufen. Im Ziel werde ich bereits von Nikita und Silke erwartet.

So endet für mich die heutige Veranstaltung, wie ich sie erwartet hatte, als unterhaltsamer Lauf mit alten und auch neuen Freunden.

Allen Helfern gebührt für die tolle Unterstützung Dank. Auch die letzten Läufer/innen werden genauso angefeuert, wie die ersten. Der Erfolg gibt dem Veranstalter recht und uns Läufern hoffentlich noch recht lange die Gelegenheit, uns hier bei gemütlichen Runden wieder zu treffen.

 

Weitere Bilder gibt es hier auf Marathon4you.de

 

Frank Pachura, der sich auch schon per Laufbericht auf Mrathon4you.de verewigt hat, hat ein schönes Video gedreht. Darin kommt auch HaWe Rehers vor, der von den M4Y-Leserinnen und Lesern zum Hero des Jahres 2013 gewählt wurde.

 

Streckenbeschreibung:
Einen Kilometer Anlauf, danach bis zu 5 x 8 Kilometerrunde und den einen Kilometer wieder zurück

Zeitnahme:
Einmalchip „Time Team Jung“

Weitere Veranstaltungen:
10,18, 26 und 34 Kilometer.

Startgeld:
10 Km: 7,00 € / Schüler & Jugend 2,50 €
18 – 42,2 Km 15,00 € / Schüler & Jugend 6,00 €

Auszeichnungen:
Urkunde im Internet. Preise für die Gesamtsieger.

 

Marathonsieger

Männer

1. Hesse, Jörn Delligser SC 2:58:23
2. Kipkogei, Stanley Kipkirui SuS Phönix Bielefeld 09 3:03:10
3. Freitag, Wolfgang Delbrück läuft 3:07:42

Frauen

1. Deters, Ute Team ERDINGER Alkoholfrei  3:44:38
2. Siepler, Simone Non-Stop-Ultra Brakel  3:53:34
3. Roessler, Ines VfB-Fallersleben 3:54:50

 

 

Informationen: Bad Salzuflen-Marathon
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